Pourquois-Pas?

Pourquois-Pas?

 

Pourquois-Pas? Fiat Ducato

2009 / Umbau zum Camper 2017

Namensgebung (deutsch: Warum nicht?) nach dem französischen Expeditionsschiff (1893) für die Antarktis.

Pourquois-Pas? ist nicht nur eine Frage auf Französisch, sondern vor allem eine Einstellung, eine Philosophie.

Allein erziehend mit Kleinkind im selbstgebauten Camper unterwegs? Pourquoi pas?

 

Der Entscheid

Zu Beginn war es nur eine „wilde“ Idee. Zu den typischen Campersleuten zählte ich mich überhaupt nicht, und Wohnmobile ab Stange finde ich schrecklich bünzlig (Übersetzung? Hmm…. Spiessig-langweilig-altmodisch-…) – da spricht wohl das Herz der Innenarchitektin aus mir.
Natürlich gibt es auch designte Luxusfahrzeuge, aber dafür fehlt mir der individuelle Stil, mein Bedürfnis nach eigener handwerklicher Umsetzung und – notabene – das Kleingeld.

Da bleibt nur selber machen….. Warum auch nicht? Genau!

 

Die Vorteile von Reisen mit einem Camper lagen nicht alle zu Beginn auf der Hand – aber mit jeder Reise werden sie mehr. So sind zum Beispiel Restaurantbesuche mit Junior gerade schweisstreibend. Die ersten zwei Minuten findet er es ok, auf dem Stuhl zu sitzen. Danach muss Unterhaltung geboten werden. Da wir jedoch nicht mit einem Lastwagen voller Spielzeuge anreisen, verlagert sich spätestens nach einer halben Stunde das Interesse zu den anderen Gästen, die engen Räume zwischen den Beinen der Kellner, die Dekorationen auf den Tischen und Wänden, Weingläser, die Flugfähigkeit von Besteck und Geschirr, und die Restaurantküche.

Nach neunzig Minuten im Restaurant ist zwar nichts kaputt, aber ich total ko. Ob das Essen fein war, kann ich nicht wirklich sagen. Gespräche mit meiner Begleitung? Jaaaa… über Robin und wie man ihn bei Laune hält.

Die Alternative? Gemütliches und einfaches Kochen oder Grillieren beim Camper. Sogar die Weingläser sind aus bruchsicherem Material!

Gut eingerichtete Camperküche

 

Die Ausstattung

Wie so etwas aussehen soll, entwickelt sich bei mir rasend schnell. Mein Gehirn verknüpft dann tausende von abgespeicherten Ideen, wägt automatisch auch grad die Machbarkeit ab und liefert so in kurzer Zeit eine brauchbare Basis. Der Rest ist noch ein bisschen Planung (teilweise auf Papier) und Entwicklung während des Prozesses.

Das Wichtigste? Nicht bünzlig! Sondern individuell, gemütlich, funktional und liebevoll umgesetzt.

Wir brauchten also Stauraum, ein bequemes Bett, ein gemütliches Sofa, viel Platz für die Kleider und Schuhe einer Frau, eine grosse Küche, Platz für Gewürze und Kräuter, Deko, Spielsachenversorgung und Animation für Robin. Zudem Platz für Fahrrad samt Kindersitz.

Das alles bitte möglichst günstig und in einem fahrbaren Kasten – ich habe nämlich weder Bus- noch Lastwagenfahrerlaubnis.

Pourquoi pas? Ist alles da! Na ja, ein paar Wünsche hat man immer, mehr dazu später einmal.

Camper Innenraum

 

 

Der Name

Nach drei Geburten und damals 42 Jahre auf dem Buckel findet frau, sie müsse etwas für sich selber tun; knackiger Po und so wäre das (hohe) Ziel!
Also habe ich mich für ein Abo im Fitnesscenter entschieden. Zwei Fliegen auf einen Schlag: Es gibt einen super Kinderhort!
Der knackige Po muss hart erarbeitet werden, also ab auf den Crosstrainer; super modern mit TV und Internet und und und. Aber kennst du das TV-Programm morgens um 9.30 Uhr? 90% sind Verkaufssendungen, 5% Sitcoms, und der Rest  – ja jetzt kommt‘s – lehrreiche Sendungen. Klingt langweilig, ist es aber nicht.
Ich weiss jetzt endlich, was genau der VW-Skandal beinhaltete. Wie die ersten Kaufhäuser entstanden. Dass der Bus auf den Cookinseln nur rechtsherum oder linksherum fährt. Wie ein Ägyptischer Streitwagen gebaut wurde. Und dass ein Expeditionsschiff der Franzosen den Namen „Pourquoi-Pas? erhalten hat….

Camper Stauraum

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.