Schlagwort: grill

Iseo

Iseo

Iseo 1. – 4. Oktober 2017   Kennst du die norditalienischen Seen und bist ebenso fasziniert von ihnen wie ich? Ich finde es toll, innert relativ kurzer Zeit italienischen Charme und mediterranes Klima zu finden. Lago di Como und Lago di Garda sind die beiden…

Am Doubs

Am Doubs

Am Doubs 22. – 24. September 2017   Wir kommen gerade von Annecy, und ich bin unschlüssig wohin. Ich hätte Lust auf Wild aus dem Schwarzwald, aber die Fahrt für nur noch zwei Tage ist mir zu weit. Robin ist auch nicht gerade in Weitfahrlaune.…

Romantische Strasse im Spätsommer

Romantische Strasse im Spätsommer

Romantische Strasse 30.8.- 1.9.2017

 

Inspiration

Ich bin Sammlerin… nein, nein, nicht Kaffeerahmdeckeli, Briefmarken oder Minionsfiguren. Sondern Ideen und Inspiration: für Kreatives, Reisen, Kochen. Nachdem ich einmal hunderte von Zeitschriften aussortiert habe, mache ich das jetzt fortlaufend: diese werden nach einer kurzen „Herumliegezeit“ zerteilt, und die Ideen in Mappen eingeordnet.

So habe ich die Romantische Strasse entdeckt. Sie verläuft zwischen Füssen in Süddeutschland bis nach Würzburg, etwa im Herzen des Landes, und ist etwa 400 km lang. Die Romantische Strasse zeichnet sich vor allem durch ausserordentlich schöne Städte und entsprechende Sehenswürdigkeiten aus. Reiseführer erwähnen etwa 30 bedeutende Stationen und Städte.

Die Bilder sprachen mich an, somit war rasch klar: da will ich hin!

 

Füssen

Die angegebene Fahrtzeit bis nach Füssen beträgt gut drei Stunden. Das ist auch mit Junior leicht zu bewältigen. Wenn denn nicht die Österreicher wären…..
Am östlichen Bodenseezipfel gibt es nämlich eine Strassensperre; nicht einfach irgendeiner Strasse, sondern die wichtigste Durchgangsstrasse. Ich hatte Hoffnung, eine einfache und kurze Umfahrung zu finden, aber die Hoffnung erfüllte sich nicht. Die Umfahrung betrug mehrere Kilometer, und danach wollte mich mein Google Maps ständig über die Autobahn führen. Aber für ein paar Kilometer ein Pickerl kaufen, das wollte ich nicht! Mit Herumirren und Umwegen und Wenden und Suchen haben wir über eine Stunde Zeit verloren. Ich schwor mir, auf der Rückreise über das Nordufer des Bodensees zu fahren….

Das Schöne an der Romantischen Strasse ist, dass Camper und Wohnmobilreisende willkommen sind. Parkplätze sind gut signalisiert und kosten oft gleich viel wie für PWs.

Füssen ist ein sehr schönes Städtchen mit autofreiem Kern. Die ganze Region eignet sich sehr zum Radfahren. Direkt in Füssen kann zum Beispiel am Fluss Lech mit der Velotour gestartet werden.

Füssen

Am späteren Nachmittag versuchen wir unser Glück beim Campingplatz am Forggensee. Leider ist alles besetzt, was mich sehr erstaunt. Ich bin davon ausgegangen, dass wir um diese Reisezeit überall etwas finden würden. Und somit kam dann auch ein mulmiges Gefühl: würde es uns überall so gehen?

Also fahren wir weiter und bewundern aus der Ferne die beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Der Parking war komplett überladen, und die Besichtigung ist organisatorisch mit Kinderwagen nicht ganz einfach. Somit habe ich eine Besichtigung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.

 

Camping Bannwaldsee

 Im Camping Bannwaldsee frage ich unruhig nach einem freien Platz. „Ja freilich!“, war die Antwort, und wir können sogar den Stellplatz aussuchen.
Der Campingplatz ist sehr schön, mit Badesteg und Spielplatz. Gute und umfassende Infrastruktur, gepflegt und sauber. Mit mehreren Restaurant hat man sogar die Qual der Wahl! Da kann man es auch längere Zeit aushalten.
Beeindruckend finde ich das Kinderprogramm: Hier wird nicht nur aus Papier etwas gebastelt, sondern es dürfen wirklich besondere Kunstwerke gemacht werden. Die Kinder haben gerade Grasköpfe gebastelt, auf der Seite stehen selbst getöpferte Schalen.

Camping Bannwaldsee

Robin und ich geniessen den See, und danach gehen es an die nächste Herausforderung: der neue Grill! Hatte ich doch immer wieder mit meinen Kohlemonstern gekämpft! Aber nun bin ich gespannt auf den kompakten Grill für den Betrieb mit einer Gaskartusche. Dazu gehören verschiedene Aufsätze und Platten. Zu Hause hat das kleine Ding vielversprechend ausgeschaut!
Auch in der Praxis bin ich begeistert. Die Zündung funktioniert, mit der Wasserschale ist die Reinigung einfach und es entstehen keine Fettflammen. Der Platz auf dem Grill ist für uns gut ausreichend – auch drei Personen können damit satt werden. Die Temperaturregelung muss ich noch ein bisschen üben… aber rasch merke ich, wie es am besten geht.
Somit ist meine Grill-Krise wohl vorbei!

Gasgrill mit Kartusche

Auf diesem tollen Platz hätten wir durchaus noch länger verweilen können – aber wir wollten ja weiter Richtung Norden.

 

Wieskirche

Bei Rottenbuch steht die weltberühmte Wallfahrts-Wieskirche aus dem Rokoko. Von Aussen sieht sie nicht sehr besonders aus, aber innen drin kann ich mich kaum satt sehen: Vor allem die Malereien sind prächtig und in leuchtenden Farben.

Wieskirche

Als wir gehen möchten, entsteht plötzlich ein Besucherstau: die Kirchentüre lässt sich nicht mehr öffnen. Irgendwer war wohl allzu neugierig, wie die komplizierte Mechanik funktioniert. Nach einer Weile kommt ein Herr mit einem dreissig Zentimeter grossen, reich verzierten Schlüssel – mit diesem lässt sich die Tür zum Glück aufschliessen.

 

Landsberg am Lech

 Wir fahren weiter und machen in Landsberg am Lech Halt. Die Häuser der Altstadt sind entweder prächtig gestaltet oder bunt in allen Farben, und trotzen so dem einsetzendem Regen. Viele Geschäfte und Restaurants laden zum Verweilen ein, und unter einem Sonnenschirm, der somit zum Regenschirm wird, geniessen wir sogar ein Gelati.
Ich finde sogar schlichte, schwarze Sandalen (wohl eher für den nächsten Sommer). Wegen einem abgelösten Kleber auf der Innensohle kostet der Schuh nur noch ein kleines Taschengeld.

Landsberg am Lech

Camping Lech in Affing

 Zurück beim Pourquoi-Pas? geht es an die Reiseplanung. Was möchte ich unbedingt noch sehen? Das Wetter wird immer schlechter, aber wir geben noch nicht auf.

Robin mit Schirm

Ich beschliesse, in die Region von Augsburg zu fahren. In Affing finden wir Platz auf dem Camping Lech. Ehrlich gesagt habe ich fast nichts vom Platz gesehen…. Es regnet dermassen, dass wir einfach im trockenen Camper bleiben wollen. Die Sanitärräume sind sauber, und der Zugang ist nur mit einem Schlüssel möglich.

Robin ist zufrieden mit seinen Duplos. Im Camper kann ich kaum noch einen Schritt machen, weil der Duplobauer mit seiner Kuh viel Platz braucht…. Er muss ja mit dem Traktor herumfahren, den Zaun überall neu aufbauen und Futter holen.
Ich will mich nicht beklagen! Wir haben mit dem kleinen Elektrolüfter warm, in der Kühlbox hat es kulinarische Highlights und der Wein schmeckt ausgezeichnet. Mit Musik und Kerzenlicht interessieren wir uns nicht für das schlechte Wetter.

 

Nördlingen

Am nächsten Morgen prasselt der Regen heftig aufs Wohnmobildach. Die Wiese hat sich stellenweise in einen See verwandelt, und es ist kalt.

Etwas missmutig packe ich Kabel und das Velo ein, und hoffe, in Nördlingen genug Dächer zu finden, um unter dem Regen hindurchzukommen.

Nördlingen hat eine kreisrunde Altstadt……

Karte Nördlingen

…und Wehrmauer sei begehbar. Ich versuche auf der Karte im Reiseführer zu entdecken, ob es auch ein Dach hat. Möglicherweise…. Unklar ist auch, ob ich mit dem Buggy dort hin und durch komme.

Die Anreise verläuft problemlos, und wir finden eine perfekte Parkmöglichkeit direkt am Nordtor „Baldinger Tor“. Der Stellplatz darf 24 Stunden lang für 3 Euro benutzt werden. Er ist zu 2/3 leer, und somit ein toller Stellplatz für eine Nacht. Es gibt auch Stromanschluss und Wasser, eventuell auch eine Entsorgungsstation.

Ein paar Minuten später treten wir durch das Baldinger Tor in die Altstadt ein. Die Mauer fasziniert mich auf Anhieb. Rechts neben dem Tor steigen wir eine eher steile Treppe hoch, um kurz darauf in einen langen Gang zu treten: Gegen die Stadtmitte hin offen, zur Aussenseite hin gibt es immer wieder Fenster in der dicken Mauer. Und noch perfekter: alles unter Dach und somit absolut regenfrei!

Der Spaziergang in der Wehrmauer ist wunderbar. Immer wieder gibt es neue Ausblicke auf die Stadt, farbenprächtige Häuser, kleine Gassen, Türme und die St. Georgs-Kirche, dessen Turm Daniel genannt wird.

 

Nördlingen

Wir legen die halbe Mauer zurück, also etwa 1,3 Kilometer. Dann starten wir Richtung Stadtmitte – verirren kann man sich nicht, „Daniel“ ist immer sichtbar.

St. Georg mit Daniel

In einem Kaffee schlemmen wir Salate und frische Bienenstiche, und stehen später vor verschlossener Kirche. Der Aufstieg auf den Turm vertagen wir ebenfalls: Robin ist müde, er müsste aber selber die Treppen des 90 Meter hohen Turms hochsteigen.  Wenn eine Stufe etwa 15 Zentimeter hoch ist, sind es 600 Tritte…..
Ich bin nicht enttäuscht, die Mauer entschädigt für alles. Und wir kommen einfach wieder!

 

Rückreise

Da wir etwa 250 Kilometer weiter im Norden sind, wird auch der Rückweg länger. Und wie bei der Hinreise geschworen, möchte ich auf keinen Fall über Bregenz irren. Die Strecke bis zu Bodensee verläuft problemlos, doch dann geraten wir in einen Stau um den anderen, endlos. Das Navi will mich immer wieder über Bregenz führen, anscheinend ist da der Stau kleiner…
Bei Singen brauchen Robin und ich unbedingt eine Pause – aber in Singen scheint es nur Parkhäuser zu geben. Und erfahrungsgemäss sind die zu tief und eng für unser Wohnmobil. Erst mehrere Kilometer weiter finden wir eine kleine Dorfbeiz – ich habe keine Ahnung wo. Vielleicht in Etzwilen? Es gibt Cordon Bleu und Pommes, Robin und ich sind nach dieser Fahrt bestens zufrieden damit. Und nach unserer Pause hat sich auch der Stau aufgelöst, und wir kommen sogar gut durch Zürichs Riesenbaustellen.

 

Die Romantische Strasse lohnt vor allem wegen den hübschen Städten. Die Landschaft ist ähnlich wie in ländlicheren schweizer Gegenden, ebenso die Dörfer. Es gibt viele schöne Radwege, entlang an Flüssen oder in ruhigen Gebieten.
Die Infrastruktur für Wohnmobile ist sehr gut, und die Preise angemessen bis günstig.
Wir sagen gerne: Servus und auf Wiedersehen!

Sommerferien am Gardasee

Sommerferien am Gardasee

Sommerferien am Gardasee 16.- 24. Juli 2017 Der Gardasee ist für mich eine perfekte Ferienregion: Warmes Klima, See, angenehme Reisestrecke, gute Infrastruktur in Städten und Campingplätzen, italienisches Flair, grosses Ausflugsangebot, kulinarische Höhepunkte und vieles mehr.   Camping Village Du Parc, Lazise Für die Sommerferien wollte…

Maccagno und die Sintflut

Maccagno und die Sintflut

Maccagno und die Sintflut Über die Auffahrtstage meldete der Wetterfrosch herrliches Sommerwetter. Kein Mensch wollte sich den Gotthardstau antun, und wir natürlich auch nicht. Wozu auch? Das herrliche Sommerwetter konnten wir auch in Süddeutschland, am Bodensee, im Schwarzwald, in Wo-auch-immer geniessen. Anscheinend haben das Millionen…

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt 31. März – 2. April 2017

Nach acht Wochen Umbau (genau, Tag und Nacht ;-)) galt es ernst:

Hält alles? Sind die Fenster dicht? Kann ich mit diesem Riesending überhaupt fahren? Ist das Bett bequem? Fliegen wir mit dem Gas nicht in die Luft?

 

Tausend Fragen, die sich nur auf einer Jungfernfahrt wirklich beantworten lassen

Die Rahmenbedingungen wollte ich einfach halten. Wenn möglich schönes Wetter (Dichtigkeit haben wir schon vor dem Haus festgestellt), es sollte ja auch Genuss werden. Zudem wollte ich die nötige Garderobe klein halten.
Dann: Relativ kurzer Fahrtweg, in der Schweiz bleiben, Campingplatz statt Stellplatz, Möglichkeit auf deutsche Sprachkenntnisse potentieller Retter (also Campingnachbarn und – betreiber), Essensnotvorrat mitnehmen, Restaurant in Platznähe. Ab ins Tessin!

 

Campingplatz

Also los! Reserviert hatten wir nichts, aber die Auswahl an Campingplätzen im Tessin war genug gross.
So fanden wir sofort Platz auf dem Camping Miralago / Rivabella in Tenero.
Der Platz war zu etwa ¼ besetzt, und wir hatten freie Stehwahl. Gut so, das erledigte Parkierprobleme….

 

Infrastruktur des Campingplatzes

Für ein Wochenende war alles vorhanden: Ein Restaurant, das wir am ersten Abend nutzten, ein Minimarket, Sanitärräume und ein zuvorkommender Platzbetreiber.
Am besten war die Lage: Direkt am See, mit Sandstrand. Nach Locarno führte ein schöner Veloweg. Um diese Jahreszeit war es auch sehr ruhig.

Strand Tenero

Velotest

Das Einladen des Velos hatte Zuhause einwandfrei funktioniert.  Ich hatte mich für einen Kindersitz entschieden, der auf dem Gepäckträger montiert wurde. Gegen einen Anhänger sprach vor allem die Grösse und die Kosten. Von der Sicherheit her stritt die Internetcommunity wieder einmal: Ein Sturz mit Kindersitz war gefährlicher als mit Anhänger. Aber ein Anhänger konnte von der Höhe her leichter übersehen werden. Zudem sei das Kind auf Höhe der Abgase. Der TCS listete bei beiden Varianten Vor- und Nachteile auf, auch was das Fahrverhalten betraf.

Am Samstag packten wir alles ein und fuhren los, ich eifrig in die Pedale tretend, Junior staunend hinter mir im Sitz.

Velofahrt

Ich glaube, ich bin schon ewig nicht mehr so langsam Rad gefahren – einfach weil es so schön war und wir die Umgebung bestaunten. Hier war klar der Weg das Ziel!

 

Locarno

In Locarno angekommen, musste Robin selber laufen. Den Buggy konnte ich mit dem Velo nicht mitnehmen, obwohl ich mir Montagemöglichkeiten überlegt hatte. Falls du eine super Idee hast, bitte melde dich!
Wir hatten nichts Bestimmtes vor, und wir bummelten einfach dem See entlang und durch die Stadt, tranken Cappuccino und Eistee, schauten den Enten und Möven zu und übten das SCH im Wort Schiff.

Reiseführer sind jeweils voll mit tollen Tipps für eine Stadt. Diese nutze ich auch gerne – aber manchmal geht vielleicht auch vergessen, dass man einfach nur geniessen darf. Dazu muss man weder ein Museum besucht noch in allen In-Bars etwas getrunken haben.
Mit den Augen eines Kindes ist die Welt ohnehin noch viel grösser, farbiger, spannender, lustiger und eindrücklicher.

Auf der Rückfahrt war Robin ungewöhnlich ruhig. Irgendwann spürte ich seinen Kopf an meinem Rücken, und er war partout nicht mehr wach zu bekommen.

 

Grillieren

Auf einer Jungfernfahrt gilt es auch, die Grillierkünste zu testen. Was eine wirkliche Herausforderung darstellte, hatte ich doch eine Anzündhilfe vergessen. Ich brutzelte als jedes auffindbare Stückchen Papier ab, blies eifrig in die mickrigen Flammen, verschob vorsichtig jedes  noch so hoffnungsvoll aussehende Kohlestückchen und hielt in den Augenwinkeln die Reaktionen der Nachbarn im Auge.
Nach 20 Minuten wurde ich von einem Nachbarn mit festem Wohnwagensitz gerettet. Er präsentierte mir glühende Kohlen in einer Anzündbox. Ob ich auch noch heisses Wasser benötige? Das liess mein Stolz nicht zu! Ich war voller Überzeugung, meine Kohle auch für Pastawasser nutzen zu können. Das klappte auch einwandfrei, abgesehen von abgefackelten Holzgriffen an der Pfanne…

Um mein mickriges Camper-Ansehen zu retten, präsentierte ich voller Stolz meinen frischen Basilikum für die Tomaten.
Nach dem Essen wurde ich von einem anderen Nachbarn getröstet: Das mit der Kohle wäre schon was geworden!

Fazit: An meinen Grillierkünsten kann ich durchaus noch arbeiten…

 

Strom

Da wir auf einem Campingplatz standen, hatten wir auch Strom zur Verfügung. Für die Kühlbox, mit Milch und Quark für Robin, war das ganz praktisch. Aber sehr schnell musste ich leider feststellen, dass mir ein CEE-Adapter fehlte. Ich dachte (haha), in der Schweiz käme ich mit meinem Schweizer Stecker aus. Tja… Der Campingplatzbetreiber war dann so nett, mir einen zu leihen.
Also noch ein Posten auf meiner Liste, was ich verbessern oder verändern musste.

Zudem war das Einführen des Stroms ins Fahrzeug kompliziert. Ich musste das Kabel der Kabelrolle durchs Dachfenster oder ein anderes Fenster ziehen. Dieses Fenster liess sich so nicht mehr ganz schliessen, und zudem stand die Kabelrolle immer irgendwo im Weg.

Nachtrag: Die spätere Anpassung mit einer sogenannten Vorzeltsteckdose und deren Erweiterungen mit einer Innensteckdose hat mich 250 Franken und ein weiteres Loch in mein Fahrzeug gekostet. Davon geniesse ich insbesondere deswegen jeden Rappen, weil ich keinen Kabelsalat mehr habe!

 

Auswertung

Nach drei Tagen machten wir uns wieder auf die Rückfahrt. In mein Reisebüchlein schrieb ich ein paar kleine Verbesserungspunkte, aber nichts Weltbewegendes. Alles hat sehr gut funktioniert, und wir haben unser kleines Heim auf vier Rädern enorm genossen. Vor allem das Bett haben wir mit Bestnoten bewertet, und auch das Chemie-WC hat sich insbesondere in der Nacht als extrem wertvoll herausgestellt. Grossartig finde ich auch meine riesige Kleiderschublade und die umfassende Küche. Auf Wohnmobilseiten habe ich bisher nur kleine Küchen gefunden, die entweder wenig Stauraum oder wenig Bewegungsfläche davor bieten.

Total überfordert war ich mit dem Tempo des Gaskochers. Ich habe es nie geschafft, den Schoppen für Robin nicht zu heiss zu machen – es geht mir einfach zu schnell, sogar auf der kleinsten Flammeneinstellung, und mit einer Zeitdauer von wenigen Sekunden.

Schoppen vom Gasherd

Und das Wichtigste: Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise!