Normandie – Merville-Franceville-Plage

Normandie – Merville-Franceville-Plage

Normandie – Merville-Franceville-Plage

 

Nach unserem Abstecher ins Naturschuztgebiet überlegen wir, wo unsere Reise dem Ende entgegen gehen soll.

Gemäss Reiseführer muss Beaumont-en-auge ein wunderschönes Städtchen sein. Also los!

 

Das kleine Städtchen gibt wirklich alles: Blumen, Dekorationen, wunderschöne Häuser, spezielle Geschäfte und Restaurants. Es ist jedoch kleiner als erwartet – und ein Turistenmagnet pur: So viele Asiaten haben wir in der Normandie noch nie angetroffen?

 

Überall bleiben wir stehen, und ich warte ab, bis sich die Turistenströme für ein gutes Foto verzogen haben. Die Häuser in vielen Farben und dekorierte Plätze und Wege laden regelrecht zum Fotografieren ein.

Wiederum kaufen wir Frühstück in der Bäckerei und schlemmen im angrenzenden Park, bis uns lästige Wespen vertreiben.

 

Da wir genug gesehen und fotografiert haben, ziehen wir weiter. Ein paar Campingplätze habe ich auf der Karte ausgemacht, aber immer wieder stehen wir an: Nur Mobilhomes, kein Camping! Uns wird empfohlen, Richtung Küste zu ziehen, und so bleibt uns auch nicht viel anderes übrig.

 

Einige Kilometer weiter finden wir tatsächlich einen kleinen Camping, der sich damit lobt, windstill zu sein. Na gut, denke ich, warum auch nicht. Camping Le Clos Tranquille klingt ruhig und gemütlich.  Sonst lässt sich mit ausgesprochener Freundlichkeit werben, aber alles andere ist alt und die Infrastruktur ist spärlich. Die Platzbetreiber bemühen sich sehr, es wird geschaut und geputzt. Aber bei einer alten Einrichtung reicht Putzen halt nicht mehr.

Bei der Dusche werden wir vom Wasser beinahe erschlagen. Der Wasserstrahl kommt derart heftig aus der Brause, dass ich Robin mit Wasser in meinen Händen begiesse.

Ob es denn in der Nähe ein Restaurant gebe, erkundige ich mich. Ja, am Strand!

Uff…. Also wieder Velo fahren? Doch so schlimm kommt es dann doch nicht. Fahrtweg mit 15 Minuten und gerade aus ist zu schaffen.

 

So kommen wir bald in Merville-Franceville-Plage an. Das Städtchen hat ausser ein paar hübschen Restaurants nicht viel zu bieten, ausser etwas: einen wunderschönen Strand, wie er im Buche steht!

Eigentlich haben wir uns gar nicht auf Baden eingestellt, also schlendern wir gemütlich dem Strand entlang und schauen den anderen Leuten zu. Es windet sehr stark und ist deshalb beinahe kühl – dementsprechend sind Strandzelte und Kleider sehr beliebt. Jetzt verstehe ich auch die Werbung des Campingplatzes.

Strand Normandie
Strand Normandie
Strand Normandie

 

Mit der Zeit haben wir Hunger… aber die Restaurants öffnen alle erst um 19 Uhr. Wir versuchen die Zeit auf dem riesigen Spielplatz herumzuschlagen und noch einmal am Strand, an dem es immer kühler wird.

 

Irgendwann werden wir erlöst! Das Restaurant öffnet, und wir bestellen einen grossen Meeresfrüchteteller. So zum Abschluss soll es ganz regional kulinarisch sein!

Erstaunt stelle ich fest, dass alle Meeresfrüchte kalt sind. Und dass Robin wacker mitisst.

Meeresfrüchte

 

Wir schlemmen uns bis zum Dessert durch und radeln dann gemütlich zum Camper zurück. Ein schöner Ferienabschluss!

 

Im Pourquois-Pas?, als Robin schliesslich schläft, möchte ich noch alle Fotos von der Kamera zum Laptop laden. Aber oh Schreck!! Die Speicherkarte ist gar nicht in der Kamera!

Einen ganzen Tag lang, in Beaumont und am Strand, habe ich unzählige Fotos ohne Speicherkarte gemacht. Es ist mir nach Heulen zumute.

Die Kamera gibt oben links klein an «no card»… übersehbar… Wie ärgerlich.

Mir bleiben nur ein paar Fotos vom Smartphone – und Erinnerungen!

Und die Lehre, die Karte immer sofort wieder einzusetzen!

 

Am nächsten Morgen machen wir uns auf die Heimreise. Sicher ist: in der Normandie waren wir nicht das letzte Mal!

 



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