Schlagwort: normandie

Normandie – Merville-Franceville-Plage

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Sommertour – Marais Vernier und Pont-Audemer

Sommertour – Marais Vernier und Pont-Audemer

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Sommertour – Honfleur

Sommertour – Honfleur

Sommertour – Honfleur

 

Honfleur ist bekannt und beliebt wegen seinen authentischen Häfen und dem flachen Sandstrand. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen!

 

Der Weg dorthin ist gemütlich und interessant, die Küste bietet viel Abwechslung. Verwirrend ist jedoch das Zahlsystem der beiden grossen Brücken über die Seine. Ticket oder nicht? Einige fahren einfach durch, andere nicht…? Spur wechseln wenn man irgendwann merkt, dass die aktuelle Spur nur für Fahrzeuge bis 2 Meter Höhe ist… Alles sehr verwirrend und der so entstandene Stau ist mühsam. Irgendwie klappt unsere Spur dann aber doch, und wir bezahlen knapp 7 Euro und dürfen auch über die zweite riesige Brücke fahren.

 

In Honfleur stehen wir wiederum vor dem überfüllten Camping der Stadt. Wenige Kilometer weiter finden wir jedoch Platz auf dem Campingplatz La Briquerie in Équemauville, der sich als echter Luxusplatz herausstellt: Mehrere Pools, Restaurant, Sauna, moderne Sanitäranlagen, gratis WLAN, grosser Lebensmittelladen in 100 Meter Entfernung, und so weiter. Und das zum günstigen Preis von ca. 25 Euro pro Nacht.

 

Honfleur ist nur drei Kilometer entfernt, mit dem Velo ein Katzensprung. Zumindest hin, sprich hinunter! Eine schnurgerade Strasse geht bis nach Honfleur, und zwar ziemlich steil bergab. Herunterflitzen ist super… hoch ist mit Robin hinten drauf echt ein «Chrampf».

 

Das Städtchen bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten: Die drei Hafenbecken sprühen vor Charme und kleine Gässchen und schöne Häuser laden zum Flanieren ein.

Honfleur

 

Es ist zwar noch ruhig um diese Zeit, aber nicht langweilig: In den engen Gassen werden Waren ausgeladen, Schiffe fahren in die Häfen oder laufen aus, Fischer flicken ihre Netze und Kellner putzen ihre Terrassen.

Netze flicken in Honfleur

 

Hafen in Honfleur

 

Honfleur

 

Hier gibt es wirklich allerlei zu sehen! Sogar Strassenkünstler zeigen ihr Können und ziehen neugieriges Publikum an.

Strassenkünstler in Honfleur

 

Bei der Durchfahrt haben wir ein grosses Riesenrad entdeckt. Ich überrede Junior zu einer Fahrt, obwohl ihm das kleine Karussell wohl lieber wäre.

Kaum in der kleinen Gondel drin, geht es auch schon nach oben… und ich bereue schlagartig meine Euphorie. Huch ist das hoch!! Ich kralle mich am Geländer fest, und Robin kriecht fast in mich hinein. Ich zwinge mich zum entspannen und versuche, Robin abzulenken und ihm etwas in der Ferne zu zeigen. Es wirkt, wir gewöhnen uns etwas an die Höhe, und bald können wir die Fahrt geniessen.

Aussicht vom Riesenrad

 

Aussicht vom Riesenrad

 

Weiter geht es mit dem Velo der Promenade entlang, jedoch nur einige hundert Meter. Denn plötzlich stehen wir vor dem verlockenden Tor des Jardin Public – da wollen wir doch rein!

Der Garten ist schön gestaltet, mit Blumen, Teichen, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten und sogar einer Art kleiner Pool für die Kinder. Robin tobt herum, während ich die Ruhe geniesse und fotografiere.

Jardin Public in Honfleur

 

Nun fehlt eigentlich nur noch der Sandstrand. Noch einmal ein paar hundert Meter mit dem Fahrrad, und wir sind da. Der Strand ist so flach, dass man nicht schwimmen kann. Zudem zieht sich mit der Ebbe das Meer noch weiter zurück und legt Sandbänke frei. In kurzer Entfernung fährt ab und zu ein Schiff zur Stadt durch.

Robin plantscht ein bisschen im seichten Wasser und macht danach ein Nickerchen auf der Picknickdecke.

Sandstrand Honfleur

 

Am Nachmittag kehren wir zum Städtchen zurück, ich muss noch einen Postautomaten «plündern». Wir entdecken weitere kleine Gässchen mit hübschen Läden und einladenden Restaurants.

Ich bin sicher: hier könnte man mehrere Tage verbringen und geniessen.

Honfleur

 

Dann geht es an die Rückfahrt, und während meine Muskeln vom Pedale treten brennen, denke ich an das geplante feine Abendessen vom Grill. «Robin, gönnen wir uns heute Abend noch ein Dessert?»

 

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Live von der Sommertour – Mers-les-Bains und Tréport

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Live von der Sommertour – Mers-les-Bains und Tréport

 

Jetzt wird es Zeit für die Normandie! Da wollten wir ja eigentlich hin…

 

Der Weg ist angenehm, denn es ist bewölkt. Ich hoffe, der Camping ist frei – und wir finden ihn. Die Kilometerzahl beim Navi nimmt ab, die Zeit steht jedoch bei 26 Minuten. Seltsam…. Internetverbindung scheint auch nicht zu funktionieren, wir fahren Offline.

Doch alles klappt, und wir finden den Flower Camping Le Rompval ohne Probleme. Es hat auch Platz, und 48 Euro für zwei Nächte inklusive Strom sind in Ordnung.

Der Camping hat Vor- und Nachteile: An der Reception werden wir freundlich begrüsst. Unser Stellplatz ist gross, Wasser und Strom unmittelbar da. Nebenan, hinter der Hecke, fahren jedoch die Autos laut vorbei. In der Nacht ist das dann kein Problem mehr.

Robin gefällt der Pool sehr gut! Eine willkommene Abwechslung. Auch der Spielplatz ist nett, klein, aber alles mit feinem Sand – Strandfeeling pur.

Die WC’s sind ekelhaft; da sind jedoch wohl auch die Gäste mit verantwortlich! Die Duschen erstaunlich gross, hier werden für einmal die Kleider und Trockentücher nicht nass. Dafür spritzt der Wasserstrahl in alle Richtungen, ich brauche ewig und das Shampoo herauswaschen zu können.

Ein Shop fehlt, und die Bar ist nicht wirklich gemütlich. Für ein Stängeliglacé am Abend reicht es zum Glück.

Mit baden, spielen, kochen, essen und relaxen fliegt die Zeit schnell, und wir gehen zeitig schlafen, weil wir am nächsten Morgen fit für unseren Ausflug sein wollen. Gemäss Reiseführer müssen Mers-les-Bains und Tréport sehr schön sein. Wir werden sehen…

 

Der Weg nach Mers-les-Bains legen wir mit dem Rad in wenigen Minuten zurück. Kein Wunder, es geht alles nach unten. Mit wenig Begeisterung denke ich an den Rückweg….

 

Das Städtchen heisst uns mit kleinen Fahnen und reich geschmückten Häusern willkommen. Wahnsinn, wie viele Verzierungen man an ein Haus bauen kann!

Mers-les-Bains

 

Mers-les-Bains

 

Und dann stehen wir plötzlich am Meer – endlich – und ich bin überwältigt: Rechts ragen steile Kalkfelsen in die Höhe, vor uns und nach links erstreckt sich der Kieselstrand. Bestückt mit hunderten weissen Badehäuschen. Auf den ersten Blick sind alle gleich, erst auf den zweiten sehen wir kleine Unerschiede, in der Dachform, des Materials, der Frische des Anstriches. Dazwischen laden Holzstege zum Begehen ein.

Kalksteinklippen

 

Strand Mers-les-Bains

 

Strand Mers-les-Bains

 

Wir steigen über die knirschenden, faustgrossen Steine, was gar nicht so einfach ist. Hier geht es steil zum Meer, und die ziemlich runden Steine sind rutschig. Bald bleibe ich verwundert stehen. Sind das tatsächlich Hühnergötter? Steine mit Loch? Tatsächlich! Oft bücke ich mich in der Hoffnung auf einen solchen Lochstein, um dann festzustellen, dass das Loch nicht durch den ganzen Stein hindurch geht. Diese muss man sich also schon ein bisschen verdienen!

Hühnergötter

 

Wir schlendern gemütlich der Strandpormenande entlang. Links reich verzierte Häuser, rechts das Meer mit Strand und Badehäusern. Ich knipse viele Fotos, die Linien der Häuschen und Holzstege haben eine faszinierende Wirkung. Robin interessiert sich eher fürs Karussel und für die Bauarbeiter, welche die Sitzbänke abschleifen und neu lackieren.

Mers-les-Bains

 

Badehäuser

 

Badehäuser

 

Wir suchen eine Bäckerei und geniessen am Strand unser Frühstück.

Leuchtturm zwischen Mers-les-Bains und Tréport

 

Bald geht es weiter, am Ende des Städtchens geht es über kleine Brücken nach Tréport. Dort ragen wiederum hohe Kalkfelsen in den Himmel. Es soll eine kleine Bahn nach oben geben – das wäre ja sehr verlockend!

Tréport

 

Übergang nach Tréport

 

Tréport

 

Fischer räumen ihre Stände zusammen – sie scheinen alles verkauft zu haben. Nur ein Stand bietet noch Waren an, und wir bestaunen die Meerestiere: Riesige Muscheln, Krebse, viele verschiedene Fische, auch 35 Zentimeter kleine Haie. Da bräuchte ich jetzt den Profikoch!

 

Die Promenade in Tréport gleicht eher einem Jahrmarkt, mit Bahnen, krass bunten Süssigkeiten und Fastfood-Restaurants. Um Pommes kommen auch wir nicht herum…

 

Gestärkt suchen wir die Bähnchenstation. Daneben gibt es einen faszinieren Laden mit Nautikartikeln. Seile, Flaggen, Schiffssteuerräder, Kompasse, Seilrollen, Modellsegelschiffe, Geschirr, und vieles mehr. Ich könnte mich stundenlang umsehen – aber Robin muss unbedingt alle Segelschiffe berühren… und stürmt nach kaufen.

 

Wenig später stellen wir erstaunt fest, dass die Bahn zur Kalksteinterrasse hoch gratis ist. Gibt’s denn so etwas?

Die Fahrt dauert nur eine Minute, es ist eher ein Lift als eine Bahn. Der Blick von oben ist atemberaubend. Zu nah möchte ich diesen Klippen nicht sein….

Blick von den Klippen

 

Blick von den Klippen

 

Nach einem kleinen Spaziergang setzen wir uns hin, und Robin schläft auf meinen Beinen ein. Unterdessen schaue ich einem Deltasegler zu. Er macht alles parat, und springt dann los. Ich dachte, er würde ein wenig Aufwind erwischen und vor uns kreisen, aber er ist weg. Zwei Frauen fragen besorgt seinen Kollegen, wohin er sei. A la plage, à la plage, lautet die Antwort. Anscheinend ziemlich schnell….

Deltasegler

 

Auf den Klippen

 

Auf dem Rückweg bestaunen wir die Fischerboote, die nun weit unter uns auf Grund liegen. Die Ebbe hat das Meer gestolen. Robin findet das sehr verwirrend. Obwohl ich es physikalisch verstehe, bin ich trotzdem auch immer wieder fasziniert von diesem starken Effekt.

 

Nach einer Runde Karussel und Einkaufen für das Abendessen machen wir uns auf den Rückweg. Bei über 30 Grad ist der Berg vor mir noch viel steiler geworden. Das Velo samt Robin schieben ist schon eine Herausforderung, und Robin möchte auf all seine Kommentare noch eine Antwort von mir. Dabei japse ich schon lange nach Luft…

Karussel in Mers-les-Bains

 

Mers-les-Bains

 

Danach ist der Pool noch viel, viel schöner als gestern!

Der gemütliche Abend ist dann ganz nach meinem Sinn.

 

Morgen geht es weiter, ein paar Kilometer weiter südlich. Dieppe soll schön sein….

 

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