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Hoi!

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Hoi ist Robins Begrüssung für fast alle und alles. Ein herzliches Hoi also auch für dich!   Schön, hast du unseren Blog gefunden. Gerne erzählen wir dir, was dich erwartet und weshalb dieser Blog unter Millionen anderen Blogs einzigartig ist:   Wie alles begann… Bisher […]

Ausflug zum Affenberg Salem

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Raus aus der Komfortzone!

Raus aus der Komfortzone!

Raus aus der Komfortzone!

 

In einer Weiterbildung mussten wir auf einer Skala angeben, wie sehr wir Veränderung respektive Beständigkeit mögen.

Von zehn Teilnehmern (ich meine auch immer die weibliche Form) trugen sich acht unterhalb der Mittellinie ein, zum Teil sehr weit unten. Zwei setzten ihren Klebepunkt oberhalb der Mittelline hin.

Zuerst dachte ich, ich sei überrascht. Danach merkte ich jedoch, dass es gar keine Überraschung war. Eigentlich hätte ich ein ähnliches Ergebnis vorausgesehen, vielleicht nicht so extrem in der Verteilung.

Mein wahres Gefühl war eher Enttäuschung – und Unverständnis für das mangelnde «Engagement». So einfach ist es dann aber nicht, musste ich bald merken.

 

Wo würdest du deinen Klebepunkt setzen?

Veränderung

 

 

Oberhalb der Mittelline – Raus aus der Komfortzone

Beständigkeit, Stabilität, alles beim Alten lassen – das ist Komfort pur. Gemütlich, bequem, vertraut, Entspannung und Erholung. Ein bisschen wie ein gemütliches und bequemes Sofa, mit Kissen, Decke, stimmiges Licht und ein Glas Wein oder eine Tasse Tee oder Kaffee.

 

Möchten wir uns verändern, etwas Neues lernen, ein Abenteuer erleben – egal wie gross – müssen wir runter vom Sofa. Raus aus der Komfortzone, weg mit der kuscheligen Decke.

Wer schaut nicht auch ab und zu sehnsuchtsvoll in die Ferne, dort wo Irgendetwas ist, das uns reizt, hinzieht, neugierig macht.

Nur…. Da wimmelt es auch von Gefahren, von Arbeit und Anstrengung, von Kosten und Zeiteinsatz, von Wildem, Unberechenbarem, Monstern, Muskelkater und Kritikern.

Furchtbar, oder? Wie schön ist es da doch auf dem Sofa …..

 

Darum lohnt es sich

Die Welt um dich herum entwickelt sich rasend schnell. Wenn du nur auf dem gemütlichen Sofa bleibst, kommt du bald nicht mehr mit.

Wenn du hingegen deine Komfortzone hin und wieder verlässt, entwickelst du dich weiter. Du wirst besser, deine Lebensqualität steigt. Und das bedeutet auch eine höhere Zufriedenheit!

 

Kinder sind Meister im Verlassen der Komfortzone. Sie möchten sich entwickeln und lernen – das geht rasend schnell! Lächeln, krabbeln, reden, gehen, spielen, singen, hüpfen, schneiden, lesen, … Alles Neue bringt sie weiter, macht sie stark und stolz. Die Eltern staunen, klatschen, fotografieren und schwärmen von den wunderbaren Dingen, die Junior kann.

 

Doch es lohnt sich immer, ein ganzes Leben lang. Ausserhalb der Komfortzone wartet das Abenteuer, die neue Idee, das neue Hobby, der neue Job, neue Freunde, eine neue Liebe, neue Anerkennung, neuen Spass, neue Kreativität, ein neuer Alltag, ein neues Selbstwertgefühl, ein neues Haus, neue Erfahrungen, neue Siege, neues Glück.

 

Nicht-Gründe

Ich mag nicht. Ich kann nicht! Ich habe Angst! Das geht nicht! ….!

Ganz klar: Es gibt unzählige Gründe, weshalb man nicht kann, nicht will, Angst hat. Das sind berechtigte Gründe, und ein «Tu doch nicht so!», weder von Anderen noch von sicher selber, nützen etwas.

Geh also an die (erste kleine) Arbeit und finde heraus, was dich bremst.

 

Keine Energie: Wenn du dich zu müde, zu ausgelaugt und zu gestresst fühlst, ist es dringend Zeit, die Komfortzone zu verlassen! Denn auch Stress, Müdigkeit, Überforderung und so weiter sind Bestandteile der Komfortzone. Wenn du nicht herausfindest, was da los ist, und was du ändern könntest, bleibst du auf diesem stressigen, unbequemen, müde machenden Sofa einfach hocken. Also los, ran an die Analyse!

 

Ich kann das gar nicht: Hast du es ausprobiert, dass du das so bestimmt sagst? Ist dein Ziel realistisch? Vielleicht nützen dir auch kleine Schritte. Primaballerina mit 50, ohne bereits Übung und Erfahrung zu haben, dürfte wirklich unmöglich sein. Aber Ballettkurse gibt es für jedes Alter und Niveau.

Hier hilft wohl nur, mutig sein und ausprobieren. Je nach Mut können es kleine Schritte sein. Steck dir passende Ziele und leg los.

 

Das ist zu teuer: Einige Wünsche kosten Geld. Ein Banküberfall ist nicht unbedingt die beste Lösung, ausser du möchtest deine Komfortzone im Gefängnis erweitern. Nein, Spass beiseite!

Es gibt zwei Varianten: Du hast das Geld, aber möchtest es nicht unbedingt dafür ausgeben. Wenn dir dieser Wunsch so wichtig ist, warum nicht? Möchtest du lieber für die anderen zehn Wünsche sparen, die du auch nicht umsetzt?

Zweite Variante: Du hast das Geld nicht, oder nicht genug. Muss es denn genau dieser Wunsch sein? Gibt es ähnliche Möglichkeiten? Teile davon, oder eine andere Umsetzung? Wenn du dir keine Weltreise leisten kannst, dann beginne doch mit einer kleinen Reise. Notfalls per Rucksack und unterwegs auf der Suche nach kleinen Jobs.

 

Ich habe Angst: Angst schützt uns vor Gefahren, Verletzungen und Krankheiten. Oftmals eine sehr gute Einrichtung unseres Körpers und unserer Psyche, aber nicht immer. Ängste überwinden kann extrem schwierig sein. Wenn du herausgefunden hast, dass es Angst ist – und wovor – hast du bereits einen ersten Schritt geschafft. Nun geht es darum, deine Angst zu besiegen. Was wäre das Schlimmste? Was das Beste? Wie und wo findest du Mut? Brauchst du Unterstützung, möchtest du dich zuerst gut informieren, kannst du kleinere und einfachere Schritte zum Ziel machen?

 

Ich kann nicht wegen den Kindern, dem Haus, dem Hund, …: Meist steckt ein grosses Verantwortungsgefühl drin. Du stellst dich und deine Bedürfnisse zurück, damit es andere gut haben. Kein Egoist zu sein, ist durchaus lobenswert. Sich selber dabei aufgeben, jedoch nicht nur traurig, sondern auch gefährlich. Was haben deine Kinder zum Beispiel davon, wenn du depressiv und ausgelaugt bist? Da ist das meiste, das du Tag und Nacht für sie gearbeitet hast, nicht mehr viel wert… Nur mit einer guten Balance von Geben und Nehmen kannst du aus der Komfortzone raus – und alle profitieren davon.

 

Ich bin zu faul: Einfach zu träge, zu schlapp, zu unmotiviert? Hey, raff dich auf, los geht’s! Nur alte, missmutige, unsexy Bodenlappen liegen faul in der Gegend herum!

 

 

Hast du es geschafft? Deine Komfortzone verlassen? Ich gratuliere dir! Feiere, geniesse, baue darauf auf.

Und: Willkommen in deiner neuen, grösseren Komfortzone. Verlassen heisst in diesem Fall eben nicht, dass du da raus bist – sondern deine Zone ist grösser geworden.

Los geht’s zur nächsten Erweiterung ?

 

 

Ich…

….habe immer wieder Ängste, keine Energie, grosses Verantwortungsgefühl, ein beschränktes Budget, kann ganz vieles nicht und bin manchmal ein unsexy Bodenlappen. Ich habe jedoch auch erfahren und somit gelernt, welche Bereicherung im Verlassen der Komfortzone steckt. Wie wunderbar das Gefühl ist, etwas Neues zu können, etwas Verrücktes zu machen, ein Abenteuer zu wagen.

Junior Robin darf so aufwachsen, mit der ganzen Vielseitigkeit, und so auch lernen, dass nicht nur Kinder Komfortzonen vergrössern möchten, sondern auch Erwachsene.

 

Im Beitragsbild haben die Kerzen ihre Komfortzone erweitert…. und ein eindrückliches Bild geschaffen.

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Iseo

Iseo

Iseo 1. – 4. Oktober 2017

 

Kennst du die norditalienischen Seen und bist ebenso fasziniert von ihnen wie ich? Ich finde es toll, innert relativ kurzer Zeit italienischen Charme und mediterranes Klima zu finden. Lago di Como und Lago di Garda sind die beiden bekanntesten Seen.
Die kleineren Seen sind nicht weniger anziehend, sie erfüllen jedoch andere Bedürfnisse als die grösseren und bekannteren Gewässer.

 

Im Vergleich zum Lago di Garda bietet der Lago d’Iseo weniger Tourismus, weniger Angebote beim Shopping, Nightlife, Sport, Ausflugsziele, Vergnügungsparks und so weiter. Dafür ist es ruhiger, erholsamer, individueller, und vor allem italienischer – also irgendwie echter.

 

Strand von Iseo

 

Für die Sommerferien wünschte ich mir viele Angebote, deshalb wählten wir den Lago di Garda. Doch nun sollte es ein bisschen ruhiger und entspannter sein, und wir wollten auch nicht lange an einem Ort verweilen.

Der Lago d’Iseo bot sich so an, vor allem da ich nachher über das Südtirol weiterreisen wollte. Ein erster Blick in den Campingführer zeigte mir, dass mehrere Campingplätze bereits Ende September schliessen – unsere Auswahl wurde also fast täglich kleiner. Ab Mitte Oktober ist kaum noch etwas zu finden, ausser man wählt Stellplätze.

 

Auch mit weniger Tourismus: Der Campingplatzbetreiber begrüsst uns in praktisch akzentfreiem Deutsch.  Der „Punta d’Oro“ liegt direkt am See, nur wenige Gehminuten vom Städtchen Iseo entfernt. Die Plätze sind leicht abschüssig zum See hin, Ausgleichkeile empfehle ich dir also sehr. Auch wenn es wenige Dauercamper hat, scheint sich doch fast jeder zu kennen; viele schwärmen für den Platz und kommen immer wieder. Neulinge wie wir werden sofort aufgenommen, ich erhalte Angebote für Robin-Hüteservice, es gibt gemeinsame Fussballspiele neben dem Wohnmobil, und Junior darf stolz auf dem Roller des Nachbarn sitzen und hupen.

 

Am Abend erreicht unsere Grillkreativität ein neues Level, und wir brutzeln Racelettekäse und Kartoffeln darauf. Schmeckt noch viel besser als zu Hause mit dem elektrischen Racelettegerät.

Racelette auf Grill

 

Das Städtchen Iseo

In wenigen Gehminuten erreichen wir das Städtchen Iseo. Auch hier ist alles ein wenig kleiner, ruhiger, italienischer und echter.

Lago d’Iseo

Der Schifffahrtsplan verkündet, es sei Winter, und die Schiffe fahren nur noch wenige Strecken. Die wenigen Touristen belegen somit auch ein ganzes Schiff und fahren auf die nah gelegenen Inseln.

Hafen Iseo

Der See ist hier wunderschön, und auch der Hafen mit Uferpromenade und Holzstegen lädt zum Spazieren ein. Die Auswahl an Restaurants und Bars ist genug gross, und in den Gassen gibt es Geschäfte mit zum Teil teurer Designermode.

Iseo

Robin und ich begnügen uns mit Schlendern, Fotografieren und Flirten sowie einen Znünieinkauf in einer kleinen Bäckerei mit riesiger Auswahl. Die Verkäuferin wendet sogar charmant einen Trotzanfall von Junior ab, indem sie ihm ein Brötchen mit Wurstfüllung schenkt.

Iseo

 

Nachtschwärmer

Es ist wunderbar, einmal nicht allzu viel zu tun, und so verbringen wir den Nachmittag am Strand und im Liegestuhl.

Die milden Temperaturen laden ein, lange draussen zu bleiben. Robin malt auch noch bei Dunkelheit eifrig im Licht der Campinglampen.

Camping Iseo

Es wird langsam kühl und es hat sich ein wenig Dunst gebildet, aber ich beschliesse trotzdem, meine ersten Nachtaufnahmen mit dem Fotoapparat zu probieren.

Ob mir die nötigen Einstellungen gelingen, ist noch offen – aber viel anspruchsvoller ist, bei der ganzen Konzentration Robin im Auge zu behalten: Das Stativ findet er ein tolles Tunnel um darunter hindurchzukriechen, Steine kann man in alle Richtungen werfen, und ins Wasser kann man hineinstehen (natürlich mit normalen Schuhen, nicht mit Gummistiefeln!) oder gar hineinfallen. Gleichzeitig suche ich die richtigen Einstellungen zusammen sowie den Selbstauslöser, damit es nichts verwackelt (zumindest solange Junior nicht gerade im Tunnel ist…), versuche die Kamera waagrecht auszurichten und staune, dass der Autofokus etwas erkennt: Für mich ist es einfach nur stockdunkel, dunstig und die Lichter unscharf verwaschen.

Auf dem kleinen Display sieht es tatsächlich so aus, wie wenn die Bilder etwas geworden wären, und ich könnte noch lange ausprobieren und fotografieren. Aber so langsam wird es kalt, und Robin turnt auf dem Steg herum… uff!

Blick von Iseo aus

 

Ausflug nach Brescia

Die Züge scheinen keinen Winterfahrplan zu kennen, deshalb fahren wir nach Brescia. Die kleinen Zwischenstationen haben lange, italienische Namen, und es steigt praktisch nie jemand zu.

Bahnhof Iseo

In Brescia muss ich mich zuerst mit dem Smartphone-Navi orientieren. Am Bahnhof herrscht neben geschäftigem Treiben auch ein gemütliches Sich-Treffen und Plaudern.

Wir irren ein bisschen hierhin und ein bisschen dorthin und geraten in ein Chaos aus Schulkindern und Eltern: Die Kinder werden zum Schulschluss abgeholt, aber die Szene wirkt wie eine ausgelassene Party. Niemand scheint es eilig zu haben, nach Hause zu kommen, die Kinder schreien und spielen und rennen herum, die Eltern (und zwar gefühlsmässig ALLE!) schwatzen, fotografieren, lachen, küssen ihre Kinder und sammeln Schultaschen und Jacken ein. Unseren Weg bahnen wir langsam und um Entschuldigung bittend, weil es fast kein Durchkommen gibt.

Ich versuche herauszufinden, ob es einen speziellen Anlass gab, aber nichts deutet darauf hin: Anscheinend ein normaler Schulschluss!

Immer wieder finden wir in Brescia wunderschöne Gebäude, riesige Plätze, Durchgänge, Verzierungen, antike Ausgrabungen, kleine Gassen und einladende Geschäfte. Es ist jedoch eher weitläufig verteilt, und ich lege mehrere Kilometer zurück.

Brescia

 

Brescia

 

Brescia

 

Brescia

 

Zurück in den Trubel des Bahnhofs, staune ich über den nun vollen Zug. Vor allem Jugendliche fahren mit, scheinen nun auch Schulschluss zu haben. An jedem kleinen Ort steigen viele Passagiere aus. Während ich stehe, setzt sich Robin mutig zu zwei jungen Männern, und eine halbe Stunde lang lächeln sich die Drei immer wieder an – echt süss zum Zuschauen!

Zugfahrt Brescia

 

Etwas müde lassen wir den Tag auf dem Campingplatz ausklingen. Morgen geht es weiter ins Südtirol…. Schau doch mal rein, der Bericht dazu kommt bald!

 

Iseo Mauerblumen am Strand

 

 

Am Doubs

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Jungfernfahrt

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt 31. März – 2. April 2017

Nach acht Wochen Umbau (genau, Tag und Nacht ;-)) galt es ernst:

Hält alles? Sind die Fenster dicht? Kann ich mit diesem Riesending überhaupt fahren? Ist das Bett bequem? Fliegen wir mit dem Gas nicht in die Luft?

 

Tausend Fragen, die sich nur auf einer Jungfernfahrt wirklich beantworten lassen

Die Rahmenbedingungen wollte ich einfach halten. Wenn möglich schönes Wetter (Dichtigkeit haben wir schon vor dem Haus festgestellt), es sollte ja auch Genuss werden. Zudem wollte ich die nötige Garderobe klein halten.
Dann: Relativ kurzer Fahrtweg, in der Schweiz bleiben, Campingplatz statt Stellplatz, Möglichkeit auf deutsche Sprachkenntnisse potentieller Retter (also Campingnachbarn und – betreiber), Essensnotvorrat mitnehmen, Restaurant in Platznähe. Ab ins Tessin!

 

Campingplatz

Also los! Reserviert hatten wir nichts, aber die Auswahl an Campingplätzen im Tessin war genug gross.
So fanden wir sofort Platz auf dem Camping Miralago / Rivabella in Tenero.
Der Platz war zu etwa ¼ besetzt, und wir hatten freie Stehwahl. Gut so, das erledigte Parkierprobleme….

 

Infrastruktur des Campingplatzes

Für ein Wochenende war alles vorhanden: Ein Restaurant, das wir am ersten Abend nutzten, ein Minimarket, Sanitärräume und ein zuvorkommender Platzbetreiber.
Am besten war die Lage: Direkt am See, mit Sandstrand. Nach Locarno führte ein schöner Veloweg. Um diese Jahreszeit war es auch sehr ruhig.

Strand Tenero

Velotest

Das Einladen des Velos hatte Zuhause einwandfrei funktioniert.  Ich hatte mich für einen Kindersitz entschieden, der auf dem Gepäckträger montiert wurde. Gegen einen Anhänger sprach vor allem die Grösse und die Kosten. Von der Sicherheit her stritt die Internetcommunity wieder einmal: Ein Sturz mit Kindersitz war gefährlicher als mit Anhänger. Aber ein Anhänger konnte von der Höhe her leichter übersehen werden. Zudem sei das Kind auf Höhe der Abgase. Der TCS listete bei beiden Varianten Vor- und Nachteile auf, auch was das Fahrverhalten betraf.

Am Samstag packten wir alles ein und fuhren los, ich eifrig in die Pedale tretend, Junior staunend hinter mir im Sitz.

Velofahrt

Ich glaube, ich bin schon ewig nicht mehr so langsam Rad gefahren – einfach weil es so schön war und wir die Umgebung bestaunten. Hier war klar der Weg das Ziel!

 

Locarno

In Locarno angekommen, musste Robin selber laufen. Den Buggy konnte ich mit dem Velo nicht mitnehmen, obwohl ich mir Montagemöglichkeiten überlegt hatte. Falls du eine super Idee hast, bitte melde dich!
Wir hatten nichts Bestimmtes vor, und wir bummelten einfach dem See entlang und durch die Stadt, tranken Cappuccino und Eistee, schauten den Enten und Möven zu und übten das SCH im Wort Schiff.

Reiseführer sind jeweils voll mit tollen Tipps für eine Stadt. Diese nutze ich auch gerne – aber manchmal geht vielleicht auch vergessen, dass man einfach nur geniessen darf. Dazu muss man weder ein Museum besucht noch in allen In-Bars etwas getrunken haben.
Mit den Augen eines Kindes ist die Welt ohnehin noch viel grösser, farbiger, spannender, lustiger und eindrücklicher.

Auf der Rückfahrt war Robin ungewöhnlich ruhig. Irgendwann spürte ich seinen Kopf an meinem Rücken, und er war partout nicht mehr wach zu bekommen.

 

Grillieren

Auf einer Jungfernfahrt gilt es auch, die Grillierkünste zu testen. Was eine wirkliche Herausforderung darstellte, hatte ich doch eine Anzündhilfe vergessen. Ich brutzelte als jedes auffindbare Stückchen Papier ab, blies eifrig in die mickrigen Flammen, verschob vorsichtig jedes  noch so hoffnungsvoll aussehende Kohlestückchen und hielt in den Augenwinkeln die Reaktionen der Nachbarn im Auge.
Nach 20 Minuten wurde ich von einem Nachbarn mit festem Wohnwagensitz gerettet. Er präsentierte mir glühende Kohlen in einer Anzündbox. Ob ich auch noch heisses Wasser benötige? Das liess mein Stolz nicht zu! Ich war voller Überzeugung, meine Kohle auch für Pastawasser nutzen zu können. Das klappte auch einwandfrei, abgesehen von abgefackelten Holzgriffen an der Pfanne…

Um mein mickriges Camper-Ansehen zu retten, präsentierte ich voller Stolz meinen frischen Basilikum für die Tomaten.
Nach dem Essen wurde ich von einem anderen Nachbarn getröstet: Das mit der Kohle wäre schon was geworden!

Fazit: An meinen Grillierkünsten kann ich durchaus noch arbeiten…

 

Strom

Da wir auf einem Campingplatz standen, hatten wir auch Strom zur Verfügung. Für die Kühlbox, mit Milch und Quark für Robin, war das ganz praktisch. Aber sehr schnell musste ich leider feststellen, dass mir ein CEE-Adapter fehlte. Ich dachte (haha), in der Schweiz käme ich mit meinem Schweizer Stecker aus. Tja… Der Campingplatzbetreiber war dann so nett, mir einen zu leihen.
Also noch ein Posten auf meiner Liste, was ich verbessern oder verändern musste.

Zudem war das Einführen des Stroms ins Fahrzeug kompliziert. Ich musste das Kabel der Kabelrolle durchs Dachfenster oder ein anderes Fenster ziehen. Dieses Fenster liess sich so nicht mehr ganz schliessen, und zudem stand die Kabelrolle immer irgendwo im Weg.

Nachtrag: Die spätere Anpassung mit einer sogenannten Vorzeltsteckdose und deren Erweiterungen mit einer Innensteckdose hat mich 250 Franken und ein weiteres Loch in mein Fahrzeug gekostet. Davon geniesse ich insbesondere deswegen jeden Rappen, weil ich keinen Kabelsalat mehr habe!

 

Auswertung

Nach drei Tagen machten wir uns wieder auf die Rückfahrt. In mein Reisebüchlein schrieb ich ein paar kleine Verbesserungspunkte, aber nichts Weltbewegendes. Alles hat sehr gut funktioniert, und wir haben unser kleines Heim auf vier Rädern enorm genossen. Vor allem das Bett haben wir mit Bestnoten bewertet, und auch das Chemie-WC hat sich insbesondere in der Nacht als extrem wertvoll herausgestellt. Grossartig finde ich auch meine riesige Kleiderschublade und die umfassende Küche. Auf Wohnmobilseiten habe ich bisher nur kleine Küchen gefunden, die entweder wenig Stauraum oder wenig Bewegungsfläche davor bieten.

Total überfordert war ich mit dem Tempo des Gaskochers. Ich habe es nie geschafft, den Schoppen für Robin nicht zu heiss zu machen – es geht mir einfach zu schnell, sogar auf der kleinsten Flammeneinstellung, und mit einer Zeitdauer von wenigen Sekunden.

Schoppen vom Gasherd

Und das Wichtigste: Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise!