Schlagwort: glamping

Hoi!

Hoi!

Hoi ist Robins Begrüssung für fast alle und alles. Ein herzliches Hoi also auch für dich!   Schön, hast du unseren Blog gefunden. Gerne erzählen wir dir, was dich erwartet und weshalb dieser Blog unter Millionen anderen Blogs einzigartig ist:   Wie alles begann… Bisher […]

Am Doubs

Am Doubs

Am Doubs 22. – 24. September 2017   Wir kommen gerade von Annecy, und ich bin unschlüssig wohin. Ich hätte Lust auf Wild aus dem Schwarzwald, aber die Fahrt für nur noch zwei Tage ist mir zu weit. Robin ist auch nicht gerade in Weitfahrlaune. […]

Annecy mon Amour

Annecy mon Amour

Annecy mon Amour! 20 – 22. September 2017

 

Wer Annecy nicht liebt, kennt es wohl einfach noch nicht – anders kann ich mir das sonst nicht erklären.

Falls du noch nicht verliebt bist, dann nutze die nächst beste Gelegenheit und fahre hin! Mit gut drei Stunden Fahrtweg ist es ein machbarer Katzensprung. Plane jedoch für die Besichtigung der Stadt einen ganzen Tag (oder auch mehrere!) ein.

Was, du weisst gar nicht, wo Annecy überhaupt ist? Etwa 35 Kilometer südlich von Genf. Doch eines ums andere….

Lac d’Annecy

 

Le belvédère

Le belvédère ist der Campingplatz „camping municipal d’Annecy“, und liegt erhöht über Annecy und dem See.
Der direkte Fussweg zum See ist relativ steil und beträgt ca. 1.5 Kilometer. Der Strasse entlang geht es flacher in Kurven und somit ein bisschen weiter.

Der Platz ist in Terrassen angelegt, ist sehr übersichtlich und hat alles Nötige. Die Stellplätze sind oftmals uneben, Ausgleichskeile oder ähnliches kann ich dir also sehr empfehlen.

Trotz Sauberkeit und freundliche Stellplatzbetreuer ist dies für mich kein Ferienplatz für längere Zeit –  er ist eher klein mit wenig Infrastruktur, und durch die Anhöhe etwas abgelegen.

Für einen Tagesausflug nach Annecy ist er jedoch tiptop!

 

Lac d’Annecy

Der kurze Fussmarsch endet am See, genauer: Am Hafen. Wer Boote mag, so wie ich, wird fasziniert sein: Vor allem Segelboote sind dort angelegt, und das Weiss der Schiffe verstärkt das Blau des Sees und des Himmels.

Lac d’Annecy

Von da an geht es dem breiten Uferweg entlang nach Annecy. Bereits am Morgen ist es lebhaft, aber nicht überfüllt: Spaziergänger und Velofahrer nutzen die schöne Strecke.

Direkt vor Annecy gelangt man zum zweiten Hafen, dem Port. Hier lagern Touristenboote für Seerundfahrten.

Annecy

Ab da fliesst der Thiou in die Stadt hinein – ein faszinierender Anblick, und sofort wird man an Venedig erinnert. Die Brücken und Wasserwege durch die Gassen der Stadt prägen das Bild und machen Annecy so zauberhaft.

Wasserwege in Annecy

Die Wasserwege ziehen sich auch durch das Städtchen hindurch. Immer wieder kann man über Brücken oder Holzstege gehen, und Restaurants säumen den Hauptkanal.  Auch in anderen, schmalen Gassen gibt es unzählige Restaurants, Geschäfte und Gelaterias – eine Prise Italien darf nicht fehlen!

Geschäfte in Annecy

 

Die Häuser sind oft farbenfroh und mit Blumen geschmückt – Fotomotive  entdecke ich unzählige! Zudem gibt es öffentliche Spielplätze und ein Kaufhaus.

Annecy

Ein wunderbarer Erholungsraum ist der grosse Park am See: Les Jardin de l‘Europe. Hier wird flaniert, gesonnt, geplaudert, gespielt, fotografiert und in Pose geworfen. Auf diesem grünen Flecken Erde gibt es für Gross und Klein, Jung und Alt, Ruhesuchende und Abenteuerlustige Etwas.

Park in Annecy

 

Château d’Annecy

Über der Stadt thront das Château d’Annecy. Von Aussen ein eher schlichtes Schloss mit einem grossen Innenhof, davor ein grosser Platz mit Ausblick über die Stadt.

Blick über Annecy

 

Das Museum bietet neben Sehenswürdigkeiten der entsprechenden Bauepoche (ca. 1400) auch Exponate moderner Kunst. In mehreren Räumen wurde chinesische Kunst ausgestellt, davon waren mehrere Filme und( bewegte) Fotografien. Die Kontraste zwischen alt und neu, zwischen ursprünglichen Räumen und digitaler Kunst, ist gross und spannungsreich.

Chateau d’Annecy

Nicht alles davon spricht mich an, die Räume und Architektur des Schlosses sind jedoch nach meinem Geschmack. So finden wir auch viele beachtenswerte Details wie nietenbesetzte Türen, Glasfenster oder ein Plumsklo.

Plumsklo
Kunst

Plane für deine Verliebungstour nach Annecy also Zeit ein für den Hafen, die Stadt, die Restaurants, den Park,  das Château d’Annecy, vielleicht auch eine Rundfahrt mit dem Schiff und eine Shoppingtour. Also viel Zeit!

Du wirst es nicht bereuen!

Chateau d’Annecy
Romantische Strasse im Spätsommer

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Maccagno und die Sintflut

Maccagno und die Sintflut

Maccagno und die Sintflut

Über die Auffahrtstage meldete der Wetterfrosch herrliches Sommerwetter. Kein Mensch wollte sich den Gotthardstau antun, und wir natürlich auch nicht. Wozu auch? Das herrliche Sommerwetter konnten wir auch in Süddeutschland, am Bodensee, im Schwarzwald, in Wo-auch-immer geniessen.

Anscheinend haben das Millionen anderer Campersleute auch so gedacht – all meine Reservationsanfragen ergaben dieselbe Antwort: Leider sind wir bereits ausgebucht.
Nach der ungefähr hundertsten Absage gab ich auf. Schliesslich stand ja auch Pfingsten schon bald vor der Tür. Ich konnte mir aber nicht mehr leisten, bis zur letzten Sekunde zu warten. Da gab‘s nur Eines: Bereits jetzt reservieren. Aber wie ist das Wetter in knapp zwei Wochen? Das wussten leider auch die Wetterfrösche nicht. Was wiederum bedeutete, wenn wir auf der sicheren Seite sein wollten, wir durch den Gotthard mussten.

 

Maccagno: Italien, gutes Wetter, tolles Essen, schöner See, Dolce Vita

All unsere Anfragen wurden dieses Mal mit: Wir haben freie Plätze! beantwortet. Wir entschieden uns für Maccagno… für nur wenige freie Tage sicherlich eine gute Wahl.

Der Camping Lago Camp befindet sich direkt am See und bietet einen schönen Kieselstrand, eine Bar, einen kleinen Shop, saubere Sanitärräume und ein hübsches kleines Städtchen. Wunderschön ist die Strandpromenade.

Die Zufahrt ist ein bisschen verwinkelt, und prompt stehen wir beinahe mit unserem Pourquoi-Pas? im See drin. Wenden ist angesagt, und alleine ist das gar nicht so einfach. Doch bald haben wir uns beim Platz eingerichtet und können geniessen.

Seewasser mit den kleinen Wellen findet Robin ein bisschen unheimlich. Dafür könnte er stundenlang Steine ins Wasser werfen. Ich zähle vor: Eis, zwei, drü! Und Robin macht nach: twei, dü, vie!

 

Markt in Cannobio

Auch dieses Mal möchten wir uns den Markt in Cannobio nicht entgehen lassen. Wir sind frühzeitig bei der Schiffsanlagestelle, was sich durchaus lohnt: wir sind nicht die Einzigen, die mit dem Schiff den See überqueren möchten.

Unser letzter Marktbesuch war vor vier Wochen, und ich staune, wie sich das Angebot bereits verändert hat. Das hätte ich nicht erwartet! Doch zum Glück gibt es wieder frische Ravioli und Canneloni, und wir kaufen uns eine grosse Portion.

Robin shoppt Latzhosen und ein T-Shirt sowie ein Kleidchen für seine Freundin, und ich hübsche Schals. Erst zuhause stelle ich überrascht fest, dass sie ganz oder teilweise aus Seide bestehen. Für 5 Euro das Stück tolle Schnäppchen.

 

Grillkünste – eine Fortsetzung

Meine Pläne für das abendliche Grillieren sind hoch: Ich habe Pizzateig und –zutaten gekauft, und möchte kleine Calzones für den Grill machen. Ob das wohl gelingt?
Der Teig wehrt sich ziemlich und zieht sich elastisch immer wieder zurück. An der Kante verschliessen lässt er sich kaum, auch nicht mit Wasser. Aber ich gebe nicht auf!
Schliesslich kommen die Päckli auf den Grill. Ich bin vollauf beschäftigt mit wenden und die Plätze mit der richtigen Temperatur zu finden. Ohne Deckel ist das „backen“ ein Fulltimejob. Zudem habe ich viel zu viel Teig, den ich zu kleinen Fladenbroten verarbeite.

Mein Fazit: Fein und stressig! Ich habe durchaus noch Steigerungspotential!

 

Eine laute Nacht

Am Nachmittag sehen wir staunend unseren neu angekommenen Nachbarn zu: Vier junge Leute, die ihren Kombi vollgepackt haben. Wie ein Zauberer ein Kaninchen aus einem Zylinder zaubert, zaubern sie ebenfalls die spannendsten und ungewöhnlichsten Sachen aus ihrem Auto: vier verschiedene Stühle, ein hölzernes, schweres Salontischchen, zwei Zelte und Liegematten, eine Shishapfeife, Grill, Taschen, Tischchen, Getränkeharassen und vieles mehr. Das Ausladen nimmt viel Zeit in Anspruch, weil die Sachen verkeilt und zwischen (!) den Fahrgästen eingeladen sind.

Aufgrund der Shishapfeife und den Getränkeharassen vermute ich, dass die Party in der Nacht länger dauern könnte….

….. doch irgendwann beginnt es zu regnen, und plötzlich kehrt Ruhe ein. Nur das Prasseln der Regentropfen auf dem Camperdach ist noch zu hören.

Mitten in der Nacht ist die Ruhe aber unvermittelt vorbei. Riesige Regenmassen pretschen mit voller Wucht aufs Dach, zusammen reden wäre nicht mehr möglich. Robin verschläft alles…

 

Maccagno

Ich merke jedoch plötzlich, wie Wasser von der Decke tropft. Die Öffnung für den Kamin mit dem Worbladeckel vermag normalen Regen gut abhalten, aber nun kann die grosse Wassermasse nicht genug rasch abfliessen und dringt durch die Ritzen. Zum Glück kann ich Schalen unterstellen.

Die ganze Nacht regnet es weiter, und ich denke an all die Sachen, die draussen stehen und sich voll saugen.

Gegen Morgen hin wird es ruhiger, zumindest wettertechnisch. Um uns herum herrscht grosse Aufbruchstimmung. Alle Gäste in Zelten sind wohl in riesigen Pfützen aufgewacht (sofern sie überhaupt schlafen konnten) und versuchen nun, die nassen Sachen zusammenzuräumen.
Der Campingplatz ist nun nicht mehr am See, sondern IM See….  Und es regnet immer noch weiter. Die Wetterapp zeigt auch, dass es keine grosse Besserung geben wird.

 

Aufbruch

Im Pourquois-Pas? ist es sehr gemütlich. Wir lassen die Matratzen nebeneinander statt zum Sofa zu stapeln, liegen und turnen darauf herum, schauen Bilderbücher an, zeichnen und hören Musik.
Aber irgendwann hat Robin genug von diesem gemütlichen und ruhigen Leben. Er will herumtoben, sich bewegen, draussen in den Pfützen herumhüpfen. Ein kleiner Ausflug nach draussen endet damit, dass er stolpert und ein einer Pfütze landet. Eine Garnitur Ersatzkleider hatte ich dabei, aber nicht für mehrere Pfützenlandungen.

In einer kurzen, regenfreien Phase nach dem Mittag packen wir unsere nassen Sachen zusammen, Liegestuhl, Buggy, Sonnen… äh Regendach, Spielsachen, Grill,…. Wir hätten noch einen weiteren Tag bleiben können, und mir wäre es mit einem Buch im Camper absolut wohl gewesen! Aber Robin ist es zu eng zum Toben, und nach fünf blauen Flecken mir schliesslich auch.

 

Am Abend zu Hause erfahren wir, dass mehrere Autobahnabschnitte im Tessin gesperrt werden müssen; das viele Regenwasser kann nicht mehr abfliessen, die Strassen werden zu Flüssen und Wildbächen.

 

 

Unterdessen habe ich die Worblakonstruktion mit Moosgummi abgedichtet. Die starken Gewitter Anfang Juli waren der Belastungstest, und das Resultat: Bestanden!

 

 

Wochenende in Cannobio

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Jungfernfahrt

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt 31. März – 2. April 2017

Nach acht Wochen Umbau (genau, Tag und Nacht ;-)) galt es ernst:

Hält alles? Sind die Fenster dicht? Kann ich mit diesem Riesending überhaupt fahren? Ist das Bett bequem? Fliegen wir mit dem Gas nicht in die Luft?

 

Tausend Fragen, die sich nur auf einer Jungfernfahrt wirklich beantworten lassen

Die Rahmenbedingungen wollte ich einfach halten. Wenn möglich schönes Wetter (Dichtigkeit haben wir schon vor dem Haus festgestellt), es sollte ja auch Genuss werden. Zudem wollte ich die nötige Garderobe klein halten.
Dann: Relativ kurzer Fahrtweg, in der Schweiz bleiben, Campingplatz statt Stellplatz, Möglichkeit auf deutsche Sprachkenntnisse potentieller Retter (also Campingnachbarn und – betreiber), Essensnotvorrat mitnehmen, Restaurant in Platznähe. Ab ins Tessin!

 

Campingplatz

Also los! Reserviert hatten wir nichts, aber die Auswahl an Campingplätzen im Tessin war genug gross.
So fanden wir sofort Platz auf dem Camping Miralago / Rivabella in Tenero.
Der Platz war zu etwa ¼ besetzt, und wir hatten freie Stehwahl. Gut so, das erledigte Parkierprobleme….

 

Infrastruktur des Campingplatzes

Für ein Wochenende war alles vorhanden: Ein Restaurant, das wir am ersten Abend nutzten, ein Minimarket, Sanitärräume und ein zuvorkommender Platzbetreiber.
Am besten war die Lage: Direkt am See, mit Sandstrand. Nach Locarno führte ein schöner Veloweg. Um diese Jahreszeit war es auch sehr ruhig.

Strand Tenero

Velotest

Das Einladen des Velos hatte Zuhause einwandfrei funktioniert.  Ich hatte mich für einen Kindersitz entschieden, der auf dem Gepäckträger montiert wurde. Gegen einen Anhänger sprach vor allem die Grösse und die Kosten. Von der Sicherheit her stritt die Internetcommunity wieder einmal: Ein Sturz mit Kindersitz war gefährlicher als mit Anhänger. Aber ein Anhänger konnte von der Höhe her leichter übersehen werden. Zudem sei das Kind auf Höhe der Abgase. Der TCS listete bei beiden Varianten Vor- und Nachteile auf, auch was das Fahrverhalten betraf.

Am Samstag packten wir alles ein und fuhren los, ich eifrig in die Pedale tretend, Junior staunend hinter mir im Sitz.

Velofahrt

Ich glaube, ich bin schon ewig nicht mehr so langsam Rad gefahren – einfach weil es so schön war und wir die Umgebung bestaunten. Hier war klar der Weg das Ziel!

 

Locarno

In Locarno angekommen, musste Robin selber laufen. Den Buggy konnte ich mit dem Velo nicht mitnehmen, obwohl ich mir Montagemöglichkeiten überlegt hatte. Falls du eine super Idee hast, bitte melde dich!
Wir hatten nichts Bestimmtes vor, und wir bummelten einfach dem See entlang und durch die Stadt, tranken Cappuccino und Eistee, schauten den Enten und Möven zu und übten das SCH im Wort Schiff.

Reiseführer sind jeweils voll mit tollen Tipps für eine Stadt. Diese nutze ich auch gerne – aber manchmal geht vielleicht auch vergessen, dass man einfach nur geniessen darf. Dazu muss man weder ein Museum besucht noch in allen In-Bars etwas getrunken haben.
Mit den Augen eines Kindes ist die Welt ohnehin noch viel grösser, farbiger, spannender, lustiger und eindrücklicher.

Auf der Rückfahrt war Robin ungewöhnlich ruhig. Irgendwann spürte ich seinen Kopf an meinem Rücken, und er war partout nicht mehr wach zu bekommen.

 

Grillieren

Auf einer Jungfernfahrt gilt es auch, die Grillierkünste zu testen. Was eine wirkliche Herausforderung darstellte, hatte ich doch eine Anzündhilfe vergessen. Ich brutzelte als jedes auffindbare Stückchen Papier ab, blies eifrig in die mickrigen Flammen, verschob vorsichtig jedes  noch so hoffnungsvoll aussehende Kohlestückchen und hielt in den Augenwinkeln die Reaktionen der Nachbarn im Auge.
Nach 20 Minuten wurde ich von einem Nachbarn mit festem Wohnwagensitz gerettet. Er präsentierte mir glühende Kohlen in einer Anzündbox. Ob ich auch noch heisses Wasser benötige? Das liess mein Stolz nicht zu! Ich war voller Überzeugung, meine Kohle auch für Pastawasser nutzen zu können. Das klappte auch einwandfrei, abgesehen von abgefackelten Holzgriffen an der Pfanne…

Um mein mickriges Camper-Ansehen zu retten, präsentierte ich voller Stolz meinen frischen Basilikum für die Tomaten.
Nach dem Essen wurde ich von einem anderen Nachbarn getröstet: Das mit der Kohle wäre schon was geworden!

Fazit: An meinen Grillierkünsten kann ich durchaus noch arbeiten…

 

Strom

Da wir auf einem Campingplatz standen, hatten wir auch Strom zur Verfügung. Für die Kühlbox, mit Milch und Quark für Robin, war das ganz praktisch. Aber sehr schnell musste ich leider feststellen, dass mir ein CEE-Adapter fehlte. Ich dachte (haha), in der Schweiz käme ich mit meinem Schweizer Stecker aus. Tja… Der Campingplatzbetreiber war dann so nett, mir einen zu leihen.
Also noch ein Posten auf meiner Liste, was ich verbessern oder verändern musste.

Zudem war das Einführen des Stroms ins Fahrzeug kompliziert. Ich musste das Kabel der Kabelrolle durchs Dachfenster oder ein anderes Fenster ziehen. Dieses Fenster liess sich so nicht mehr ganz schliessen, und zudem stand die Kabelrolle immer irgendwo im Weg.

Nachtrag: Die spätere Anpassung mit einer sogenannten Vorzeltsteckdose und deren Erweiterungen mit einer Innensteckdose hat mich 250 Franken und ein weiteres Loch in mein Fahrzeug gekostet. Davon geniesse ich insbesondere deswegen jeden Rappen, weil ich keinen Kabelsalat mehr habe!

 

Auswertung

Nach drei Tagen machten wir uns wieder auf die Rückfahrt. In mein Reisebüchlein schrieb ich ein paar kleine Verbesserungspunkte, aber nichts Weltbewegendes. Alles hat sehr gut funktioniert, und wir haben unser kleines Heim auf vier Rädern enorm genossen. Vor allem das Bett haben wir mit Bestnoten bewertet, und auch das Chemie-WC hat sich insbesondere in der Nacht als extrem wertvoll herausgestellt. Grossartig finde ich auch meine riesige Kleiderschublade und die umfassende Küche. Auf Wohnmobilseiten habe ich bisher nur kleine Küchen gefunden, die entweder wenig Stauraum oder wenig Bewegungsfläche davor bieten.

Total überfordert war ich mit dem Tempo des Gaskochers. Ich habe es nie geschafft, den Schoppen für Robin nicht zu heiss zu machen – es geht mir einfach zu schnell, sogar auf der kleinsten Flammeneinstellung, und mit einer Zeitdauer von wenigen Sekunden.

Schoppen vom Gasherd

Und das Wichtigste: Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise!

 

 

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