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Hoi!

Hoi!

Hoi ist Robins Begrüssung für fast alle und alles. Ein herzliches Hoi also auch für dich!   Schön, hast du unseren Blog gefunden. Gerne erzählen wir dir, was dich erwartet und weshalb dieser Blog unter Millionen anderen Blogs einzigartig ist:   Wie alles begann… Bisher […]

Live von der Sommertour – Brügge Belgien

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Live von der Sommertour – Brügge Belgien   Der Weg nach Brügge führt ein wenig Zickzack. Das Navi meldet einen Baustellenstau, dann eine Umfahrung, dann eine weitere (Zurück)Umfahrung, und so weiter. Irgendwann kommen wir aber gut auf dem Camping an – aber der Weg zurück […]

Live von der Sommertour – Zwischenstopp

Live von der Sommertour – Zwischenstopp

Live von der Sommertour – Zwischenstopp

 

Töchterchen Janina ist von ihrer Toskanareise zurück, und wir haben unseren Pourquois-Pas? gepackt und sind wieder losgedüst.

Entlang dem Rhein gen Norden – der Weg ist das Ziel, und später dann die Normandie.

 

Nun legen wir einen ersten Zwischenstopp ein, und zwar in Siersburg. Der Campingplatz Siersburg liegt ca. 30 Kilometer vor der luxemburgischen Grenze. So haben wir gut die Hälfte bis zur belgischen Küste, welche unser erstes Etappenziel ist.

 

Der Campingplatz ist nur zu ca. 1/3 gefüllt. Erstaunlich, ist doch Hauptsaison. Der Platz ist sehr eben und liegt im Knick des Flusses Nied. Die Stellplätze sind riesig… vermute ich zumindest, Nummern kann ich keine ausmachen. Wir durften hinstellen, wo wir wollten, und alle verfügen über viel Platz.

Camping Siersburg

 

Die Infrastruktur ist nicht sehr gross. Es gibt ein Restaurant, welches bereits um 20 Uhr schliesst. So wird leider nichts aus einem Dessert für Robin und einen Kaffee für mich. Tja, das ist Deutschland, nicht Italien. Dort würde das Restaurant erst um 20 Uhr öffnen…

Junior

 

Robin wird dann jedoch mit einem kleinen Stängeliglace vertröstet, und auf dem kleinen Spaziergang entlang des Nied finden wir süsse Brombeeren.

Der Fluss ist sehr schön, die Ufer mit verschiedenen Pflanzen überwachsen. An wenigen Stellen wird gebadet, Treppen und Zugänge fehlen leider.

Camping Siersburg

 

Hier findet man Ruhe – für einen Zwischenstopp perfekt. Für längeren Urlaub wäre es mir zu langweilig hier.

 

Kleine Infrastruktur, kleiner Preis:  Die Nacht kostet inklusive Strom 15 Euro, Kinder bis 6 Jahre sind gratis. Und das mitten im Juli…. Da kann man nicht meckern.

 

Morgen fahren wir weiter Richtung Westen: Brügge in Belgien ist unser nächstes Ziel. Sei ein schönes Städtchen, heisst es… ich bin gespannt und halte dich auf dem Laufenden!

 

 

…..und wieder in Italien – Live vom Lago Maggiore

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Bella Berglandschaft

Bella Berglandschaft

Bella Berglandschaft

Südtirol 4. – 6. Oktober 2017

 

Camping in Lana

Willst du „s’Foiferli und s’Weggli“ (für Nichtschweizer: den Fünfer und ein Wecken / Brötchen), musst du ins Südtirol!
Hier gibt’s italienische Lebensfreude und eindrückliche Berglandschaft in einem.

Als Kind habe ich bereits Ferien im Südtirol verbracht, und als Teenager eine wilde Zeit mit ersten Schmetterlingen im Bauch. Zu Zwölft in einem VW Golf gabs in der Schweiz definitiv nicht – im Südtirol ein eindrücklich unbequemes und unvergessliches Erlebnis!

In Lana, in der Nähe von Meran, finden wir den hübschen Campingplatz Arquin, mitten in einer Apfelplantage. Die Qualität dieses Platzes scheinen auch andere Reisende zu kennen, denn es heisst, wir können nur eine Nacht bleiben. Da ich jedoch mit einem Stellplatzwechsel einverstanden bin, dürfen wir doch eine zweite Nacht anfügen.

Schwimmbad, Restaurant, sehr schöne Sanitärräume, kleiner Laden, Bushaltestelle nur fünf Gehminuten entfernt – es ist alles da um sich wohl zu fühlen.

 

Meran

Da Robin auf der Hinfahrt geschlafen hat, ist er bereits wieder fit für den nächsten Ausflug. So zotteln wir los und schnappen den nächsten Bus nach Meran. Ich bin lange Zeit nicht mehr Bus gefahren, und das Geruckel, An- und Abfahren, Kurven und Gedränge ist nicht das Highlight des Tages. In der Hälfte der Stecke werden wir aufgefordert, unseren vollgepackten Buggy zusammenzulegen, da nur maximal zwei Kinderwagen im Bus sein dürfen. Dass wir zuerst drin waren, interessiert den Kontrolleur nicht.
Doch irgendwie gelangen wir zur richtigen Haltestelle, und die Karte in Tapetengrösse verrät mir, dass die Altstadt von Meran kompakt ist – ganz im Gegensatz zum vorher besuchten Brescia.

Passeier

 

Meran fasziniert mich auf Anhieb: Eine pittoreske Stadt mitten in den Bergen, und die Kombination von italienischem Charme und tirolerischer Alpenluft wirkt wie die Kombination von Schokolade und Chili auf mich. In den Geschäften werde ich auf Italienisch und Südtirolerisch begrüsst, die Auswahl an Mode zeigt kuschelig-stylisches Bergdesign, und in den Restaurants ist die Auswahl gross und vielseitig.

Drehende Skulptur Meran

 

Nach einer Runde durch die autofreie Altstadt verweilen wir lange auf dem grossen, öffentlichen Spielplatz. Er liegt eingebettet zwischen dem Fluss Passeier und dem wunderschönen Kurhaus. Robin rutscht, klettert, schaukelt und hüpft herum, ich sonne mich, geniesse und fotografiere – wir sind beide happy.

Spielplatz Meran

 

Mit viel Überzeugungskraft kann ich Junior vom tollen Spielplatz weg locken, und wir spazieren ein Stück dem Passeier entlang. Die Kurpromenade scheint einem Bilderbuch zu entstammen.

Kurpromenade Meran

 

Der Hunger treibt uns schliesslich in die Gassen der Altstadt zurück, wo wir eine Grillhaxe („Hat’n Sie ne Stelze?“), Pommes Frites und Salat schlemmen.

Grillhaxe

 

Als es zu dunkeln beginnt, machen wir uns auf den Rückweg. Die angegebene Bushaltestelle finde ich nicht (etwa mitten auf der Brücke?), und so gehen wir ein kleines Stück bis zu den Thermen. Beim Einsteigen kippt Robin mit dem Buggy, aber da ich ihn festhalten kann, verletzt er sich nicht, sondern kommt mit einem Schrecken davon. Der Busfahrer hingegen möchte die Ambulanz rufen, was ich zum Glück verhindern kann.
Zudem erwischen wir den falschen Bus….statt 211 den 211b, aber eigentlich sollten wir um diese Zeit den 221d nehmen. Aha…..
Mit einem kurzen Fussweg kommen wir dann doch noch zufrieden und müde beim Camper an. Da wir morgen auf den Berg wollen, heisst es bald: Ab ins Bett!

 

Vigiljoch

Nein, die Ersten und Einzigen sind wir nicht, muss ich ein wenig erschrocken feststellen, als wir nach einer halbstündigen Velofahrt quer durch Lana bei der Seilbahn ankommen. Die Menschenschlange erstreckt sich über den ganzen Parkplatz, und gemäss pessimistischem Bergler hinter mir werden wir zwei Stunden anstehen. Anstehen macht mir nichts aus, aber für Robin ist es eine sehr lange Zeit. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht, nach gut 50 Minuten stehen wir vor der Gondel. Robin hat sich wacker geschlagen, dank Cracker, herumhüften, an Abschrankungen turnen, mit Stecken spielen,… Er fällt nicht negativ auf, denn das übernehmen ältere Mercedesfahrer, die immer wieder versuchen, auf dem überfüllten Parkplatz noch etwas zu finden. Es wird gewendet, gekreuzt, korrigiert… Es ist derart lächerlich, dass mein Ärger in Schadenfreude über geht.

Eingequetscht zwischen meinen Beinen findet Robin die Fahrt ganz spannend. Aber es ist nichts gegenüber dem, was uns danach erwartet: der zweite Teil geht mit einer Sesselbahn auf den Berg. Die Sesseli sind alt und wirken knorzig, und sind für nur eine Person gemacht. Rechte Schulter Rucksack, linke Schulter Picknickdecke, vorne mit einer Hand halte ich Robin um den Bauch, mich mit der anderen am Sesseli fest. Zurücklehnen geht nicht gut wegen dem Rucksack, und die Sicherungsstange ist schräg und in Anbetracht der Höhe und Umstände lächerlich wirkungslos konstruiert. Ich weiss nicht, ob ich geschockt oder fasziniert sein soll, denn die zwanzigminütige Fahrt ist so eindeutig ein Abenteuer. Unter uns schnaufen Wanderer den Berg hoch, und ich beneide sie tatsächlich ein wenig. Nächstes Mal, Robin, musst du laufen!
Robin sitzt zum Glück ganz ruhig, und wir kommen total verspannt aber heil oben an.
Auf der Rückfahrt wird der Reiz grösser, ein Foto zu machen, aber mich zu bewegen oder gar etwas auszupacken, liegt schlichtweg nicht drin.

 

Familienrestaurant

Oben angekommen ist der Ausblick wunderschön. Die Bergwelt lädt zum Sonnen und Wandern ein. Wir schlagen den Weg Richtung Familienrestaurant Gampl ein, denn ich hoffe, Robin schafft diese Strecke von etwa zwanzig Minuten, und wird dann mit einem Spielplatz und Streichelzoo belohnt.

 

Wir wandern gemütlich los, bestaunen Tannenzapfen, Kühe und Pferde, sowie die traumhafte Weitsicht.
Das Restaurant hält, was es verspricht: Blick über das halbe Südtirol, mit einer Glasscheibe gesichert, so dass ich das Herumklettern von Robin locker nehmen kann, zudem der schönste und grösste Spielplatz, den ich bei einem Restaurant je gesehen habe.

Ausblick Vigiljoch

Die Menüauswahl ist gut, das Essen sehr fein und das Personal äusserst freundlich. Es gibt tatsächlich einen Zoo mit Pferden, Ziegen, Hasen, Gänsen und vielen anderen Tieren. Und das Allerbeste: Rund um den Spielplatz Liegestühle und Loungesessel für (müde) Mamis und Papis.

Familienrestaurant Gampl

Vom Liegestuhl aus beobachte ich Robin im Sandhaufen, bis er vor Müdigkeit beinahe umkippt und wegen dem ungehorsamen Bagger einen Trotzanfall macht. Auf mir schläft er ein, und diese gemeinsame Stunde geniesse ich enorm.

Spielplatz Viglijoch

Es wird Zeit für den Rückweg, denn ich befürchte, wieder anstehen zu müssen. So ist es leider auch, mit einer halben Stunde hält es sich zum Glück in Grenzen.

Unten angekommen, schwingen wir uns wieder aufs Fahrrad, kaufen noch Abendessen ein und machen uns einen gemütlichen Abend im Pourquois-Pas?

Vielleicht können wir nicht so bald wieder auf einen Berg, aber ich hoffe doch bald, und sei es in der Nähe und für einen Tagesausflug.

Für den nächsten Tag haben wir die Weiterfahrt und einen kleinen Stopp im Tirol geplant, da die Strecke sonst sehr weit wäre.

Sticker sind immer gut!

 

Iseo

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Romantische Strasse im Spätsommer

Romantische Strasse im Spätsommer

Romantische Strasse 30.8.- 1.9.2017

 

Inspiration

Ich bin Sammlerin… nein, nein, nicht Kaffeerahmdeckeli, Briefmarken oder Minionsfiguren. Sondern Ideen und Inspiration: für Kreatives, Reisen, Kochen. Nachdem ich einmal hunderte von Zeitschriften aussortiert habe, mache ich das jetzt fortlaufend: diese werden nach einer kurzen „Herumliegezeit“ zerteilt, und die Ideen in Mappen eingeordnet.

So habe ich die Romantische Strasse entdeckt. Sie verläuft zwischen Füssen in Süddeutschland bis nach Würzburg, etwa im Herzen des Landes, und ist etwa 400 km lang. Die Romantische Strasse zeichnet sich vor allem durch ausserordentlich schöne Städte und entsprechende Sehenswürdigkeiten aus. Reiseführer erwähnen etwa 30 bedeutende Stationen und Städte.

Die Bilder sprachen mich an, somit war rasch klar: da will ich hin!

 

Füssen

Die angegebene Fahrtzeit bis nach Füssen beträgt gut drei Stunden. Das ist auch mit Junior leicht zu bewältigen. Wenn denn nicht die Österreicher wären…..
Am östlichen Bodenseezipfel gibt es nämlich eine Strassensperre; nicht einfach irgendeiner Strasse, sondern die wichtigste Durchgangsstrasse. Ich hatte Hoffnung, eine einfache und kurze Umfahrung zu finden, aber die Hoffnung erfüllte sich nicht. Die Umfahrung betrug mehrere Kilometer, und danach wollte mich mein Google Maps ständig über die Autobahn führen. Aber für ein paar Kilometer ein Pickerl kaufen, das wollte ich nicht! Mit Herumirren und Umwegen und Wenden und Suchen haben wir über eine Stunde Zeit verloren. Ich schwor mir, auf der Rückreise über das Nordufer des Bodensees zu fahren….

Das Schöne an der Romantischen Strasse ist, dass Camper und Wohnmobilreisende willkommen sind. Parkplätze sind gut signalisiert und kosten oft gleich viel wie für PWs.

Füssen ist ein sehr schönes Städtchen mit autofreiem Kern. Die ganze Region eignet sich sehr zum Radfahren. Direkt in Füssen kann zum Beispiel am Fluss Lech mit der Velotour gestartet werden.

Füssen

Am späteren Nachmittag versuchen wir unser Glück beim Campingplatz am Forggensee. Leider ist alles besetzt, was mich sehr erstaunt. Ich bin davon ausgegangen, dass wir um diese Reisezeit überall etwas finden würden. Und somit kam dann auch ein mulmiges Gefühl: würde es uns überall so gehen?

Also fahren wir weiter und bewundern aus der Ferne die beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Der Parking war komplett überladen, und die Besichtigung ist organisatorisch mit Kinderwagen nicht ganz einfach. Somit habe ich eine Besichtigung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.

 

Camping Bannwaldsee

 Im Camping Bannwaldsee frage ich unruhig nach einem freien Platz. „Ja freilich!“, war die Antwort, und wir können sogar den Stellplatz aussuchen.
Der Campingplatz ist sehr schön, mit Badesteg und Spielplatz. Gute und umfassende Infrastruktur, gepflegt und sauber. Mit mehreren Restaurant hat man sogar die Qual der Wahl! Da kann man es auch längere Zeit aushalten.
Beeindruckend finde ich das Kinderprogramm: Hier wird nicht nur aus Papier etwas gebastelt, sondern es dürfen wirklich besondere Kunstwerke gemacht werden. Die Kinder haben gerade Grasköpfe gebastelt, auf der Seite stehen selbst getöpferte Schalen.

Camping Bannwaldsee

Robin und ich geniessen den See, und danach gehen es an die nächste Herausforderung: der neue Grill! Hatte ich doch immer wieder mit meinen Kohlemonstern gekämpft! Aber nun bin ich gespannt auf den kompakten Grill für den Betrieb mit einer Gaskartusche. Dazu gehören verschiedene Aufsätze und Platten. Zu Hause hat das kleine Ding vielversprechend ausgeschaut!
Auch in der Praxis bin ich begeistert. Die Zündung funktioniert, mit der Wasserschale ist die Reinigung einfach und es entstehen keine Fettflammen. Der Platz auf dem Grill ist für uns gut ausreichend – auch drei Personen können damit satt werden. Die Temperaturregelung muss ich noch ein bisschen üben… aber rasch merke ich, wie es am besten geht.
Somit ist meine Grill-Krise wohl vorbei!

Gasgrill mit Kartusche

Auf diesem tollen Platz hätten wir durchaus noch länger verweilen können – aber wir wollten ja weiter Richtung Norden.

 

Wieskirche

Bei Rottenbuch steht die weltberühmte Wallfahrts-Wieskirche aus dem Rokoko. Von Aussen sieht sie nicht sehr besonders aus, aber innen drin kann ich mich kaum satt sehen: Vor allem die Malereien sind prächtig und in leuchtenden Farben.

Wieskirche

Als wir gehen möchten, entsteht plötzlich ein Besucherstau: die Kirchentüre lässt sich nicht mehr öffnen. Irgendwer war wohl allzu neugierig, wie die komplizierte Mechanik funktioniert. Nach einer Weile kommt ein Herr mit einem dreissig Zentimeter grossen, reich verzierten Schlüssel – mit diesem lässt sich die Tür zum Glück aufschliessen.

 

Landsberg am Lech

 Wir fahren weiter und machen in Landsberg am Lech Halt. Die Häuser der Altstadt sind entweder prächtig gestaltet oder bunt in allen Farben, und trotzen so dem einsetzendem Regen. Viele Geschäfte und Restaurants laden zum Verweilen ein, und unter einem Sonnenschirm, der somit zum Regenschirm wird, geniessen wir sogar ein Gelati.
Ich finde sogar schlichte, schwarze Sandalen (wohl eher für den nächsten Sommer). Wegen einem abgelösten Kleber auf der Innensohle kostet der Schuh nur noch ein kleines Taschengeld.

Landsberg am Lech

Camping Lech in Affing

 Zurück beim Pourquoi-Pas? geht es an die Reiseplanung. Was möchte ich unbedingt noch sehen? Das Wetter wird immer schlechter, aber wir geben noch nicht auf.

Robin mit Schirm

Ich beschliesse, in die Region von Augsburg zu fahren. In Affing finden wir Platz auf dem Camping Lech. Ehrlich gesagt habe ich fast nichts vom Platz gesehen…. Es regnet dermassen, dass wir einfach im trockenen Camper bleiben wollen. Die Sanitärräume sind sauber, und der Zugang ist nur mit einem Schlüssel möglich.

Robin ist zufrieden mit seinen Duplos. Im Camper kann ich kaum noch einen Schritt machen, weil der Duplobauer mit seiner Kuh viel Platz braucht…. Er muss ja mit dem Traktor herumfahren, den Zaun überall neu aufbauen und Futter holen.
Ich will mich nicht beklagen! Wir haben mit dem kleinen Elektrolüfter warm, in der Kühlbox hat es kulinarische Highlights und der Wein schmeckt ausgezeichnet. Mit Musik und Kerzenlicht interessieren wir uns nicht für das schlechte Wetter.

 

Nördlingen

Am nächsten Morgen prasselt der Regen heftig aufs Wohnmobildach. Die Wiese hat sich stellenweise in einen See verwandelt, und es ist kalt.

Etwas missmutig packe ich Kabel und das Velo ein, und hoffe, in Nördlingen genug Dächer zu finden, um unter dem Regen hindurchzukommen.

Nördlingen hat eine kreisrunde Altstadt……

Karte Nördlingen

…und Wehrmauer sei begehbar. Ich versuche auf der Karte im Reiseführer zu entdecken, ob es auch ein Dach hat. Möglicherweise…. Unklar ist auch, ob ich mit dem Buggy dort hin und durch komme.

Die Anreise verläuft problemlos, und wir finden eine perfekte Parkmöglichkeit direkt am Nordtor „Baldinger Tor“. Der Stellplatz darf 24 Stunden lang für 3 Euro benutzt werden. Er ist zu 2/3 leer, und somit ein toller Stellplatz für eine Nacht. Es gibt auch Stromanschluss und Wasser, eventuell auch eine Entsorgungsstation.

Ein paar Minuten später treten wir durch das Baldinger Tor in die Altstadt ein. Die Mauer fasziniert mich auf Anhieb. Rechts neben dem Tor steigen wir eine eher steile Treppe hoch, um kurz darauf in einen langen Gang zu treten: Gegen die Stadtmitte hin offen, zur Aussenseite hin gibt es immer wieder Fenster in der dicken Mauer. Und noch perfekter: alles unter Dach und somit absolut regenfrei!

Der Spaziergang in der Wehrmauer ist wunderbar. Immer wieder gibt es neue Ausblicke auf die Stadt, farbenprächtige Häuser, kleine Gassen, Türme und die St. Georgs-Kirche, dessen Turm Daniel genannt wird.

 

Nördlingen

Wir legen die halbe Mauer zurück, also etwa 1,3 Kilometer. Dann starten wir Richtung Stadtmitte – verirren kann man sich nicht, „Daniel“ ist immer sichtbar.

St. Georg mit Daniel

In einem Kaffee schlemmen wir Salate und frische Bienenstiche, und stehen später vor verschlossener Kirche. Der Aufstieg auf den Turm vertagen wir ebenfalls: Robin ist müde, er müsste aber selber die Treppen des 90 Meter hohen Turms hochsteigen.  Wenn eine Stufe etwa 15 Zentimeter hoch ist, sind es 600 Tritte…..
Ich bin nicht enttäuscht, die Mauer entschädigt für alles. Und wir kommen einfach wieder!

 

Rückreise

Da wir etwa 250 Kilometer weiter im Norden sind, wird auch der Rückweg länger. Und wie bei der Hinreise geschworen, möchte ich auf keinen Fall über Bregenz irren. Die Strecke bis zu Bodensee verläuft problemlos, doch dann geraten wir in einen Stau um den anderen, endlos. Das Navi will mich immer wieder über Bregenz führen, anscheinend ist da der Stau kleiner…
Bei Singen brauchen Robin und ich unbedingt eine Pause – aber in Singen scheint es nur Parkhäuser zu geben. Und erfahrungsgemäss sind die zu tief und eng für unser Wohnmobil. Erst mehrere Kilometer weiter finden wir eine kleine Dorfbeiz – ich habe keine Ahnung wo. Vielleicht in Etzwilen? Es gibt Cordon Bleu und Pommes, Robin und ich sind nach dieser Fahrt bestens zufrieden damit. Und nach unserer Pause hat sich auch der Stau aufgelöst, und wir kommen sogar gut durch Zürichs Riesenbaustellen.

 

Die Romantische Strasse lohnt vor allem wegen den hübschen Städten. Die Landschaft ist ähnlich wie in ländlicheren schweizer Gegenden, ebenso die Dörfer. Es gibt viele schöne Radwege, entlang an Flüssen oder in ruhigen Gebieten.
Die Infrastruktur für Wohnmobile ist sehr gut, und die Preise angemessen bis günstig.
Wir sagen gerne: Servus und auf Wiedersehen!

Sommerferien am Gardasee

Sommerferien am Gardasee

Sommerferien am Gardasee 16.- 24. Juli 2017 Der Gardasee ist für mich eine perfekte Ferienregion: Warmes Klima, See, angenehme Reisestrecke, gute Infrastruktur in Städten und Campingplätzen, italienisches Flair, grosses Ausflugsangebot, kulinarische Höhepunkte und vieles mehr.   Camping Village Du Parc, Lazise Für die Sommerferien wollte […]