Verbesserungstag

Verbesserungstag

Verbesserungstag

 

Mit meiner «One-Woman-Show» bin ich fast immer dran, etwas zu machen: Im Haus, im Garten, im Wohnmobil. Im Moment wuchert das Unkraut, und wenn ich mich nicht bald aufraffe, dem Gestrüpp auf die Pelle zu rücken, muss ich wie Dornröschen gerettet werden. Ob du dann, schöner und starker Prinz, nur Unkraut rodest, oder mich auch küsst, können wir ja dann spontan entscheiden 😉

 

Was dringend oder wichtig ist, wird natürlich rasch gemacht. Aber vielleicht kennst du das auch: einige Dinge funktionieren, auch wenn nicht so gut und reibungslos. Dann nerve ich mich ein wenig darüber, aber weil es ja doch irgendwie funktioniert, ist es auf der To-Do-Liste auf Platz 7592… und bleibt liegen. Mit dem Ergebnis, dass ich mich bei jeder Nutzung nerve…

 

So habe ich im Wohnmobil Lampen, die zu wenig hell sind, schlechte Heringe fürs Sonnendach, ein zu kleiner Sonnenschirm und eine zu lahme Kühlbox. Im Haus rutscht der Vorhang nicht gut durch die Schiene, weil ich sie mit zwei Stücken zusammengesetzt habe, die ausgedruckten Fotos liegen unbeachtet herum, das Kabelwirrwar ist hässlich und die Garderobe zu voll.

 

Ich brauche dringend einen Verbesserungstag!

 

Da werden diese kleinen, nervigen Arbeiten angepackt. Ob es einen Tag braucht, oder eine Stunde, oder gar eine Woche, kommt natürlich auf die Menge und den Aufwand der einzelnen Arbeiten an.

Das Beste: Die Befriedigung, wenn etwas das lange genervt hat, reibungslos funktioniert, ist wunderbar. Da kann ich mich wie ein kleines Kind freuen.

 

  1. Liste:

Mache eine Liste, was du alles verbessern willst. Sinnvoll ist, wenn die Liste immer besteht und fortlaufend ergänzt wird. Du kannst aber auch durch alle Räume, Garten, Wohnmobil, Auto,…. gehen, um Nerviges zu finden.

Liste anstehende Arbeiten

 

  1. Auswahl:

Entscheide dich, welche Arbeiten du machen willst, oder wenn es zu viele sind für die zur Verfügung stehende Zeit, welche Prioritäten es gibt.

Schätze die Zeit ein und rechne eine Reserve dazu. Setze allenfalls grad einen zweiten Termin für einen weiteren Verbesserungstag.

 

  1. Material:

Meistens braucht es mehr, als ein bisschen Arbeit. Oft fehlt Material, in meinem Fall sind das Dinge, die ich dann im Baumarkt kaufen muss. Oder neue Stauraum-Utensilien. Vielleicht auch grössere Abfallsäcke (oder eine Mulde).

Oder Hilfe wie Freunde, Handwerker, Mietgeräte, Anleitungen, Google und Youtube.

 

  1. Mach es richtig:

Halbe Sachen und Kompromisse führen nur dazu, dass du die Verbesserung bald wieder verbessern musst. Das bringt nichts. Plane also richtig, und investiere, wenn nötig, ein bisschen mehr Zeit und / oder Geld. Alles andere lohnt sich nicht.

 

  1. Los geht’s:

Nach der Planung und dem Einkauf kannst du loslegen. Lasse dich nicht ablenken: Du hast dich für die Verbesserungen entschieden, also zieh es durch. Auch wenn du plötzlich die Lust verlierst und denkst, dass es ja bis jetzt auch ging. Wenn du weisst, dass diese Gefahr bei dir besteht, organisier bereits vorab jemand, der dich unterstützt. Zu zweit zieht man es leichter durch.

Pausen sind wichtig, sollen aber nicht in TV-Sessions oder ähnliches ausarten. Du hast einen (Zeit)Plan; sei also ein bisschen streng mit dir selber.

 

  1. Freue dich:

Die optimierten Sachen sind ja keine grossen Dinge – aber erinnere dich, wie nervig es vorher war, und freue dich über die Verbesserung! Schätze, was du hast und was du geleistet hast.

Das ist Glück: Sich über kleine Dinge freuen, sie sehen und schätzen.

 

 

Ich wünsche dir viel Spass beim Verbessern – und ganz besonders beim nachher Geniessen!

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.