Schlagwort: kinder

Ein neues Wohnzimmer – Checkliste fürs Einrichten

Ein neues Wohnzimmer – Checkliste fürs Einrichten

Ein neues Wohnzimmer Checkliste fürs Einrichten   Unser Sofa sieht schrecklich aus. Vor etwa zehn Jahren gekauft, waren die Ansprüche ganz anders als heute: Platz für sechs Personen, vier davon Teenager (mein Lebensparter hatte zwei Jungs, ich zwei Mädels), chillig, hell damit ich mit die…

Ausflug zum Affenberg Salem

Ausflug zum Affenberg Salem

Ausflug zum Affenberg Salem   Schweizer Blogleserinnen und -leser kennen sicherlich den Tierpark in Arth Goldau. Überall stehen mehr oder weniger interessierte und hungrige Hirsche am Wegesrand und warten auf Popcorn, die die Besucher ihnen verfüttern. Diese schönen Tiere so nah zu erleben, ist faszinierend,…

Raus aus der Komfortzone!

Raus aus der Komfortzone!

Raus aus der Komfortzone!

 

In einer Weiterbildung mussten wir auf einer Skala angeben, wie sehr wir Veränderung respektive Beständigkeit mögen.

Von zehn Teilnehmern (ich meine auch immer die weibliche Form) trugen sich acht unterhalb der Mittellinie ein, zum Teil sehr weit unten. Zwei setzten ihren Klebepunkt oberhalb der Mittelline hin.

Zuerst dachte ich, ich sei überrascht. Danach merkte ich jedoch, dass es gar keine Überraschung war. Eigentlich hätte ich ein ähnliches Ergebnis vorausgesehen, vielleicht nicht so extrem in der Verteilung.

Mein wahres Gefühl war eher Enttäuschung – und Unverständnis für das mangelnde «Engagement». So einfach ist es dann aber nicht, musste ich bald merken.

 

Wo würdest du deinen Klebepunkt setzen?

Veränderung

 

 

Oberhalb der Mittelline – Raus aus der Komfortzone

Beständigkeit, Stabilität, alles beim Alten lassen – das ist Komfort pur. Gemütlich, bequem, vertraut, Entspannung und Erholung. Ein bisschen wie ein gemütliches und bequemes Sofa, mit Kissen, Decke, stimmiges Licht und ein Glas Wein oder eine Tasse Tee oder Kaffee.

 

Möchten wir uns verändern, etwas Neues lernen, ein Abenteuer erleben – egal wie gross – müssen wir runter vom Sofa. Raus aus der Komfortzone, weg mit der kuscheligen Decke.

Wer schaut nicht auch ab und zu sehnsuchtsvoll in die Ferne, dort wo Irgendetwas ist, das uns reizt, hinzieht, neugierig macht.

Nur…. Da wimmelt es auch von Gefahren, von Arbeit und Anstrengung, von Kosten und Zeiteinsatz, von Wildem, Unberechenbarem, Monstern, Muskelkater und Kritikern.

Furchtbar, oder? Wie schön ist es da doch auf dem Sofa …..

 

Darum lohnt es sich

Die Welt um dich herum entwickelt sich rasend schnell. Wenn du nur auf dem gemütlichen Sofa bleibst, kommt du bald nicht mehr mit.

Wenn du hingegen deine Komfortzone hin und wieder verlässt, entwickelst du dich weiter. Du wirst besser, deine Lebensqualität steigt. Und das bedeutet auch eine höhere Zufriedenheit!

 

Kinder sind Meister im Verlassen der Komfortzone. Sie möchten sich entwickeln und lernen – das geht rasend schnell! Lächeln, krabbeln, reden, gehen, spielen, singen, hüpfen, schneiden, lesen, … Alles Neue bringt sie weiter, macht sie stark und stolz. Die Eltern staunen, klatschen, fotografieren und schwärmen von den wunderbaren Dingen, die Junior kann.

 

Doch es lohnt sich immer, ein ganzes Leben lang. Ausserhalb der Komfortzone wartet das Abenteuer, die neue Idee, das neue Hobby, der neue Job, neue Freunde, eine neue Liebe, neue Anerkennung, neuen Spass, neue Kreativität, ein neuer Alltag, ein neues Selbstwertgefühl, ein neues Haus, neue Erfahrungen, neue Siege, neues Glück.

 

Nicht-Gründe

Ich mag nicht. Ich kann nicht! Ich habe Angst! Das geht nicht! ….!

Ganz klar: Es gibt unzählige Gründe, weshalb man nicht kann, nicht will, Angst hat. Das sind berechtigte Gründe, und ein «Tu doch nicht so!», weder von Anderen noch von sicher selber, nützen etwas.

Geh also an die (erste kleine) Arbeit und finde heraus, was dich bremst.

 

Keine Energie: Wenn du dich zu müde, zu ausgelaugt und zu gestresst fühlst, ist es dringend Zeit, die Komfortzone zu verlassen! Denn auch Stress, Müdigkeit, Überforderung und so weiter sind Bestandteile der Komfortzone. Wenn du nicht herausfindest, was da los ist, und was du ändern könntest, bleibst du auf diesem stressigen, unbequemen, müde machenden Sofa einfach hocken. Also los, ran an die Analyse!

 

Ich kann das gar nicht: Hast du es ausprobiert, dass du das so bestimmt sagst? Ist dein Ziel realistisch? Vielleicht nützen dir auch kleine Schritte. Primaballerina mit 50, ohne bereits Übung und Erfahrung zu haben, dürfte wirklich unmöglich sein. Aber Ballettkurse gibt es für jedes Alter und Niveau.

Hier hilft wohl nur, mutig sein und ausprobieren. Je nach Mut können es kleine Schritte sein. Steck dir passende Ziele und leg los.

 

Das ist zu teuer: Einige Wünsche kosten Geld. Ein Banküberfall ist nicht unbedingt die beste Lösung, ausser du möchtest deine Komfortzone im Gefängnis erweitern. Nein, Spass beiseite!

Es gibt zwei Varianten: Du hast das Geld, aber möchtest es nicht unbedingt dafür ausgeben. Wenn dir dieser Wunsch so wichtig ist, warum nicht? Möchtest du lieber für die anderen zehn Wünsche sparen, die du auch nicht umsetzt?

Zweite Variante: Du hast das Geld nicht, oder nicht genug. Muss es denn genau dieser Wunsch sein? Gibt es ähnliche Möglichkeiten? Teile davon, oder eine andere Umsetzung? Wenn du dir keine Weltreise leisten kannst, dann beginne doch mit einer kleinen Reise. Notfalls per Rucksack und unterwegs auf der Suche nach kleinen Jobs.

 

Ich habe Angst: Angst schützt uns vor Gefahren, Verletzungen und Krankheiten. Oftmals eine sehr gute Einrichtung unseres Körpers und unserer Psyche, aber nicht immer. Ängste überwinden kann extrem schwierig sein. Wenn du herausgefunden hast, dass es Angst ist – und wovor – hast du bereits einen ersten Schritt geschafft. Nun geht es darum, deine Angst zu besiegen. Was wäre das Schlimmste? Was das Beste? Wie und wo findest du Mut? Brauchst du Unterstützung, möchtest du dich zuerst gut informieren, kannst du kleinere und einfachere Schritte zum Ziel machen?

 

Ich kann nicht wegen den Kindern, dem Haus, dem Hund, …: Meist steckt ein grosses Verantwortungsgefühl drin. Du stellst dich und deine Bedürfnisse zurück, damit es andere gut haben. Kein Egoist zu sein, ist durchaus lobenswert. Sich selber dabei aufgeben, jedoch nicht nur traurig, sondern auch gefährlich. Was haben deine Kinder zum Beispiel davon, wenn du depressiv und ausgelaugt bist? Da ist das meiste, das du Tag und Nacht für sie gearbeitet hast, nicht mehr viel wert… Nur mit einer guten Balance von Geben und Nehmen kannst du aus der Komfortzone raus – und alle profitieren davon.

 

Ich bin zu faul: Einfach zu träge, zu schlapp, zu unmotiviert? Hey, raff dich auf, los geht’s! Nur alte, missmutige, unsexy Bodenlappen liegen faul in der Gegend herum!

 

 

Hast du es geschafft? Deine Komfortzone verlassen? Ich gratuliere dir! Feiere, geniesse, baue darauf auf.

Und: Willkommen in deiner neuen, grösseren Komfortzone. Verlassen heisst in diesem Fall eben nicht, dass du da raus bist – sondern deine Zone ist grösser geworden.

Los geht’s zur nächsten Erweiterung ?

 

 

Ich…

….habe immer wieder Ängste, keine Energie, grosses Verantwortungsgefühl, ein beschränktes Budget, kann ganz vieles nicht und bin manchmal ein unsexy Bodenlappen. Ich habe jedoch auch erfahren und somit gelernt, welche Bereicherung im Verlassen der Komfortzone steckt. Wie wunderbar das Gefühl ist, etwas Neues zu können, etwas Verrücktes zu machen, ein Abenteuer zu wagen.

Junior Robin darf so aufwachsen, mit der ganzen Vielseitigkeit, und so auch lernen, dass nicht nur Kinder Komfortzonen vergrössern möchten, sondern auch Erwachsene.

 

Im Beitragsbild haben die Kerzen ihre Komfortzone erweitert…. und ein eindrückliches Bild geschaffen.

Kinder fotografieren lehren

Kinder fotografieren lehren

Kinder fotografieren lehren   Eigentlich, eigentlich…. soll es in diesem Blog hauptsächlich ums Reisen mit Kids gehen. Aber die letzten paar Wochen waren wir nicht unterwegs, und ich schreibe über alles Mögliche. Auch dieses Wochenende waren wir Zuhause respektive mit einem Fotoprojekt rundum beschäftigt. Nun…

Technorama: Für Entdecker und Fotografen

Technorama: Für Entdecker und Fotografen

Technorama: Für Entdecker und Fotografen   Junior liebt Knöpfe, Regler, Schalter, Tasten, Schubladen, Türchen, Seile, Verschlüsse, Ketten, Schlüssel,… alles was sich bewegen, öffnen, umkippen, drehen und einschalten lässt.   Zuhause ist diese Vorliebe manchmal ganz schön anstrengend und nervenauftreibend. Mitten in der Nacht piepst der…

Solo auf Reisen – mit Kindern

Solo auf Reisen – mit Kindern

Solo auf Reisen

Teil 2 – mit Kindern

 

 

Im Teil 1 berichte ich dir von meinem Start als Solo-Reisende und gebe Tipps dazu.

Nun geht es wie versprochen weiter, nämlich mit der Variante von mitreisenden Kindern.

 

 

Planung und Verantwortung

Für die Planung empfehle ich dir, meine Tipps aus Teil 1 zu berücksichtigen. Du bist nämlich selber für die Reise verantwortlich, und kein Kind nimmt dir davon etwas ab. Du musst dich also als allein Reisende oder Reisender wohl fühlen – so wohl, wie wenn du mauseseelenalleine gehen würdest.

 

Viele Erwachsene möchten gerne noch die Wünsche der Kinder berücksichtigen. Das ist schön und verständlich. Überlege dir dabei: Wieviel besser und schöner wird die Reise dadurch tatsächlich? Für wen? Und das Wichtigste: kannst du dich immer noch wohl fühlen? Denn wenn du dich nicht mehr wohl fühlst, tust du deinen Kidz keinen Gefallen.

 

Ein Beispiel: Du kannst einen Städtetrip im Heimatland machen. Weil es dir wohl ist, bist du übermütig und lachst und blödelst herum, kaufst Glacé, fährst mit Bahn und Zug und Schiff, und wagst dich in spontane Abenteuer.

Oder du reist – deinen Kindern zuliebe – in ein fremdes Land, dessen Sprache du nicht sprichst, du dich nicht auskennst, dich dreimal verfährst… aber es gibt da dieser ultimativ coole Erlebnispark! Mit wilden Achterbahnen (auf die du nicht möchtest, und deine Kinder alleine nicht gehen können), einem teuren Hotel (deshalb bleibst du nur eine Nacht), und weil es dir nicht wohl ist, bist du eh missmutig drauf.

 

 

Vorbereitung

Alles, was du vorbereiten musst, musst du in mehrfacher Ausführung vorbereiten. Also organisiere dich gut und frühzeitig.

Hast du genug Kleider, auch für die Kidz? Buch für dich, Spielsachen für die Kleinen?

Das Packen empfinde ich als riesige Aufgabe. Mit Junior brauche ich sooo viel mehr als für mich alleine, Windeln, Spielsachen, Schuhe in vielen Varianten, Regenkleidung, Unterhaltung für die Reise, Essen, Getränke, Medikamente, Schlafsack, Kuscheltiere, Waschmittel, Schwimmflügel,…

 

Sind die Reisedokumente noch gültig? Braucht es Impfungen?

 

Packen in letzter Sekunde funktioniert so definitiv nicht. Aber einige Dinge musst du doch in letzter Sekunde einpacken – einfach weil sie bis dahin noch gebraucht werden! Plane dies bei deinem Zeitmanagement für die Abreise ein.

 

 

Programm

Auch wenn du dich voll und ganz für einen Wohlfühlort für dich entschieden hast, ohne grosse Berücksichtigung der Kinderwünsche, gibt es immer wieder Aktivitäten, die den Kidz trotzdem gefallen.

Ein Reiseführer kann sehr nützlich sein – oft sind auch Tipps für Familien enthalten. Je nach Reiseregion findest du sogar spezielle Familienreiseführer.

Für das Ausflugsprogramm vor Ort empfehle ich dir die öffentlichen Verkehrsmittel. Oft ist es angenehmer, nicht selber mit dem Auto herumfahren zu müssen. Zudem finden die meisten Kinder Fahrten mit Zug, Bus oder Schiff super! Also nur schon der Weg ist der Ausflug!

Im Hotel oder auf dem Campingplatz erhältst du alle nötigen Infos.

 

Manchmal muss das Programm gar nicht so gross sein. Einfach Zeit haben, Spiele machen, im Schnee oder am Strand spielen, zusammen kochen oder essen gehen – oft ist das erholsamer und keinesfalls langweilig. Und wenn: Viele Kinder können nicht gut mit Langeweile umgehen, sie haben es durch eine Daueranimation nie gelernt. Wer jedoch lernt, Langeweile auszuhalten, entdeckt plötzlich neue Kreativität.

Ich erinnere mich soeben: in der Ferienwohnung im Muotathal haben meine Schwester und ich stundenlang „Kräutersuppe“ gekocht, mit einer Schüssel, einem Stecken und den Blumen und Pflanzen der Wiese. Mit warmem Wasser gefüllte und in Tücher gewickelte Bettflaschen waren die Puppen. Natürlich hatten wir massenhaft Spielsachen, aber damit waren wir lange nicht so ausdauernd.

 

Viele Ferienorte bieten eine Kinderanimation oder sogar Kurse an. Einige Kinder lieben es und gehen gerne, andere haben gar keine Lust dazu. Sei nicht enttäuscht, wenn dein Kind nicht gehen möchte; aber offeriere ihm kein Allroundanimationsprogramm von dir als Alternative.

 

 

Reiseort

Wie weit, und auf welche Art der Reiseweg ist, ist wohl ein Hauptkriterium. Zwölf Stunden in einem Flugzeug still zu sitzen macht keinem Dreijährigen Freude. Alter und Charakter entscheiden klar mit. Auch Pausen während der Fahrt müssen eingeplant werden.

 

Badeferien finden die meisten Kinder toll. Am Strand und im Wasser spielen, viel mehr braucht es oft nicht.

Schiferien können anstrengend sein: Nur schon die Packerei ist immens! Wenn dein Kind gerne in die Schischule geht – super! Wenn nicht, bist du auf der Piste nonstop beschäftigt. Weinende, müde Kinder, die auf der Piste hocken und schmollen und zetern, können (mir) den letzten Nerv rauben.

Städtereisen können auch für Kinder interessant sein – wenn das Programm vielseitig und auch kindergerecht ist.

Eine geführte Reise ist eher etwas für ältere Kinder und Jugendliche. Sie können sich bereits schon gut anpassen und an Regeln und Zeiten halten. Mit jüngeren Kindern ist mehr Flexibilität einfacher.

 

 

Kontakte im Reiseland

Auch wenn du die Verantwortung und Planung alleine hast, du bist nicht mehr wirklich alleine.

Das Gefühl, nicht ganz alleine zu sein, empfinde ich jeweils als sehr schön. Auch wenn Junior keine Aufgaben übernimmt, fühle ich mich trotzdem irgendwie unterstützt.

Das hat sicher auch damit zu tun, dass Einheimische oft sehr positiv auf Kinder reagieren. Viele Fragen, Sonderwünsche, Unsicherheiten,…. werden verständnisvoller und freundlicher aufgenommen. Viele Menschen sind hilfsbereiter und offener.

Als Eltern bist du ein „normaler“ Mensch (wenn du hingegen ganz alleine reist, bist du eher ein Spinner, asozialer Aussteiger, Psychopath, Terrorist,… Oder als Frau: Sexabenteuersuchende).

Dementsprechend kommen auch bestimmte Kontakte zustande: Zu Familien, oft auch zu älteren Menschen, die Kinder mögen und vielleicht selber Enkel haben. Falls du doch ein bisschen Ferienflirts suchst….sc hwierig! Anlächeln mag ja immer gehen, aber nur schon ein Drink zu zweit (nicht zu dritt!) an der Bar ist schwierig organisierbar.

 

 

Erholung

Ältere Kinder und Jugendliche können sich gut selber beschäftigen. Sie können auch einmal alleine losziehen, zum Pool, zum Kiosk, oder geniessen die Ruhe und lesen ein Buch oder hören Musik. Jüngere Kinder sind fordernd. Entweder sie spielen (noch) nicht alleine, oder sie müssen ständig beaufsichtigt werden. Oft hat man keine Minute für sich alleine, nicht einmal zum Duschen.

 

Entschuldigung…. Ich habe keine Lösung dafür. Vielleicht klappt es doch einmal eine Stunde mit der Kinderbetreuung. Oder die netten Nachbarn auf dem Campingplatz bieten dir an, auf den Kleinen zu schauen, damit du in Ruhe duschen kannst (habe ich tatsächlich erlebt – so schön!) Eventuell macht Junior ein Mittagsnickerchen; nutze die Zeit für dich, und nicht für den Abwasch. Und am Abend, trotz Ferien, muss der Kleine nicht Party bis tief in die Nacht machen: Zeit zum Schlafen.

 

 

Vielleicht helfen dir diese Gedanken und Anregungen, deine Solo-Reisen gut zu planen. Mit Kindern reisen ist wunderbar, intensiv, anstrengend und unvergesslich.

 

Hast du bereits Erfahrungen gemacht? Schreibe doch mal, es interessiert mich brennend!

 

Last Minute Geschenk

Last Minute Geschenk

Last Minute Geschenk – Gebrannte Mandeln   Suchst du noch ein kleines Geschenk, das du in letzter Sekunde machen könntest? Wenn nötig mitten in der Nacht? Und mit wenig Material? Da habe ich eine Idee für dich: Gebrannte Mandeln in selber gestalteter Verpackung   Gebrannte…

Solo auf Reise

Solo auf Reise

Solo auf Reise Teil 1   Ob aus Überzeugung oder aus Notwendigkeit (hier meine ich weniger die Not denn die Wendigkeit), solo auf Reise zu sein kann eine echte Bereicherung sein.   In diesem Bericht definiere ich „solo“ als „ohne erwachsene Begleitung“, egal ob  Freundin,…

Fotoshooting mit Junior

Fotoshooting mit Junior

Fotoshooting mit Junior

Im Zeitalter der Smartphones mit guten Kameras häufen sich die Baby- und Kinderbilder. Ich knipse und filme oft mehrere Male am Tag – zum Glück werden die Speicherkärtchen immer grösser. (Beim Aufräumen habe ich eine SD-Karte mit 16 MB gefunden und Tränen gelacht: Das reicht gerade mal für drei bis vier JEPG-Fotos!)

Die anfängliche Bilderflut ist bei mir ein bisschen zurückgegangen – auf ein vernünftiges Mass. Ich merke jedoch, dass ich je länger je unzufriedener bin mit den Handyfotos: Die Qualität kommt doch nicht an eine gute Kamera heran, und die Einstellungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Mein Festbrennweiten-Objektiv kann das Smartphone nicht ersetzen! Zudem ist Robin derart lebhaft, dass die meisten Handyfotos verwackelt sind. Sogar der Sportmodus kann mit Junior nicht mehr mithalten.

Wie schön war die Zeit, als Baby Robin noch still gehalten hat!

Wikinger Robin
Wikinger Robin

 

Los geht’s!

Ich verschlinge Fotobücher, studiere Tipps für die Portraitfotografie, lese mich durch Neugeborenenposings durch. Jetzt fehlt nur noch die Übung, und dafür brauche ich Models. (K)Ein Problem, denn ich habe ja Robin!

Immer wieder einmal gelingen schöne Fotos mit der Systemkamera. Aber ohne Planung und Setting sind das Licht und die Hintergründe halt so, wie sie dann gerade sind. Die Position wechseln und umräumen ist selten möglich.

Junior am Guezle

 

Spielen als Ablenkung

Deshalb möchte ich gerne „richtige“ Portraits machen. Die Einstellungen an meiner Systemkamera sind rasch gemacht, und durch das trübe Wetter entscheide ich mich für eine Kombination von Tageslicht und künstlichem Fotolicht.

In den Büchern steht: Kinder halten ruhiger, wenn sie durch Spielen abgelenkt sind. Klingt prima…. Also Bagger her!
Funktioniert super, Robin spielt begeistert mit dem Bagger. Kopf rechts, links, der Bagger flitzt turbomässig durchs ganze Zimmer, und Robin guckt intensiv nach unten – schliesslich fährt der Bagger, er fliegt ja nicht durchs Zimmer.
Resultat: Verwackelte Fotos mit Robin von oben.. die Lichteinstellungen sind für nix. Sogar wenn ich mich flach auf den Bauch lege, wird’s nicht viel besser.

Ich habe einmal versucht, Fotos zu schiessen während Robin Seifenblasen macht. Weil er das Seifenwasserbecherli immer ausleert, musste ich dieses halten; und somit mit einer Hand fotografieren. Schöne Blasen entstehen bei Robin bei jedem fünften Blasen – garantiert dann, wenn er gerade in eine andere Richtung schaut. Nach zwei Minuten ist er frustriert und wütend, schmeisst die Sachen herum und macht ein grimmiges Gesicht. Schönes Seifenblasenshooting….
Jetzt weiss ich auch, weshalb es so viele Overlays für die Fotobearbeitungsprogramme mit Seifenblasen gibt! Hihi…

 

…dann halt gestellt…

Na gut, dann ohne Spielzeug, und Robin muss doch still sitzen und „brav“ in die Kamera schauen. Am Anfang ist er ganz konzentriert. So sehr, dass ich über seinen konzentrierten Gesichtsausdruck lachen muss. Grund für ihn, nun den Clown zu spielen und Grimassen zu schneiden.

Portrait Junior

 

Also beginne ich, Lieder zu singen. Wieder fünf Sekunden für drei Fotos, dann singt Robin einfach mit. Sieht süss aus, aber nicht für Portraits, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Robin singt

 

Ein weiterer Versuch unternehme ich mit einem Schriftzug, den Robin vor sich halten soll. Entweder guckt er nach unten, oder er hält die Schrift nach oben, direkt vor sein Gesicht.

Mit einer Spielzeugzange bekommt er neue Ablenkung von mir. Doch Werkzeuge machen bekannterweise laute Geräusche (richtig, Zangen eigentlich nicht…. aber Junior ist das egal… es könnte ja auch eine Bohrmaschine oder eine Säge sein!). Sein Quietschen, Summen, Knarzen und Kreischen zeigt Gesichtskomik in Perfektion!

 

Ausbeute

Dieses Spiel machen wir mehrere Male. Nach 15 Minuten bin ich ko und Junior top im Schuss. Er hüpft, singt, klatscht, lacht und macht nonstop Grimassen. Von 200 Fotos lösche ich 150 sofort, von den verbleibenden sind 10 super und 40 lustig.

Baggerfahrer Junior

 

Beim genaueren Hingucken erkenne ich plötzlich ein paar Brösmeli um den Mund (wo kommen denn die her? Wir haben vorher das Gesicht gewaschen!) und feine Nasentröpfchen sowie ein paar Speicheltüpfchen vom Singen und „Handwerkern“.

Zum Glück hat mir meine jüngere Tochter vor ein paar Tagen einen Crashkurs in Photoshop gegeben. Es ging jedoch alles so schnell, dass ich nur noch die Hälfte davon wusste. (Hä? Wie häsch das jetzt gmacht??)
Ich hoffe, im Gratisprogramm Gimp finde ich die wichtigsten Werkzeuge. Und siehe da: Mir gelingt es tatsächlich, die kleinen Pünktchen und Tüpfchen zu entfernen.

Juhu, geschafft!

Portrait Robin

 

Machst du auch Kinderfotografie? Erzähle doch von deinen Erfahrungen!
Oder vielleicht hast du Lust, mich beim Fotografieren üben zu unterstützen und möchtest – oder deine Kinder – als Model mitmachen? Ich freue mich auf deine Zeilen!